125 Jahre Turngau – Zollern – Schalksburg

 

Turngaugeschichte nach Aufzeichnungen aus dem Vereinsprotokollbuch des Turnvereins Hechingen und vorliegender Vereinsfestbücher,

Protokollen  und Zeitungsartikeln.

1996 Bearbeitet von Erwin Stauß, Gauehrenvorsitzender,

aktualisiert von der TG Geschäftsstelle 2009

 

Am 1. Juli 1886 fand die Monatsversammlung des Turnvereins Hechingen im Kaffee „Hölzel“ mit dem Hauptzweck der Vorbereitung des Empfangs der Abordnungen des Turnvereins Balingen und des Turnvereins Ebingen statt. Die Gäste sollen ab Gasthof "Brielhof" mit Musik empfangen werden.

Der Empfang fand am 4. Juli 1886 in der Wirtschaft „Zur Kaiserburg“ in Hechingen statt und diente der Gründung eines Gauverbandes. Auf Vorschlag der Anwesenden übernahm der Vorsteher des Turnvereins Hechingen Herr Reallehrer Rebholz die Leitung der Ver-sammlung und eröffnete mit einem "Gut Heil". Von dem Anschluss an einen bereits bestehenden Gauverband wurde abgeraten, dagegen einigte man sich schnell auf die Bildung eines eigenen Gauverbandes.

Der vorgeschlagene Name "Schalksburg-Zollergau" wurde alsbald in "Zollern-Schalksburg-Gau" geändert. Das Vorstandsmitglied Reiber aus Balingen bot sich an, die Statuten zu entwerfen. Dies wurde mit großem Dank angenommen. Zur Festlegung dieser Statuten versammelte man sich am 1. August mit je 5 Mitgliedern der beteiligten drei Vereine im Gasthof "Zum Ritter" in Balingen.

Die Gründungsversammlung endete mit einem fröhlichen Ausklang im Saal des Gasthofes "Zur Krone" in Hechingen. Die Versammlungsteilnehmer wurden dann zum Zollerbahnhof geleitet und mit kräftigem "Gut Heil" verabschiedet.

Am 1 Aug. 1886 fand dann in Balingen die Beratung und Feststellung der Statuten des Zollern-Schalksburg-Gaues statt. Nach der Genehmigung wurde der Gauausschuss gewählt: Gauvorsteher wurde Herr Reallehrer Rebholz aus Hechingen, Gauschrift- und Kassenwart Herr Aloys Winter aus Hechingen, Gauturnwart Herr Christian Daiber aus Ebingen und  dessen Stellvertreter Herr Didra aus Balingen. Außerdem muss jeder Verein noch zwei Beisitzende in den Gauausschuss wählen. Der Zollern-Schalksburg-Gau gehört dem Turnkreis XI Schwaben an.

In der Folgezeit fanden nun regelmäßige Begegnungen der drei Vereine statt. So fand bereits am 12. Sept. ein Preis- und Abturnen in Balingen, am 26. Sept. in  Ebingen, und am 3. Okt. in Hechingen statt. In Hechingen fand dies bei sonnigem Wetter statt und endete mit einem Tanzkränzchen im Löwengarten.

Am 4. Sept. 1887 fand das erste Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues in Balingen statt. Aus Hechingen machten sich ca. 30 Turner und Zöglinge mit der Vereinsfahne auf den Marsch nach Balingen, wo sie aufs Freundlichste empfangen wurden. Unfreundliches Regenwetter beeinträchtigte das Preisturnen, das aber trotzdem durchgeführt wurde.

1887 wird als Turngauvorsitzender Reallehrer Münzenmayer aus Balingen gewählt.

Am 11. Aug. 1889 findet das zweite Gauturnfest in Ebingen statt. In der Zwischenzeit haben sich die Turnvereine Sulz, Haigerloch, Schömberg, Tailfingen und Truchtelfingen gebildet und sind dem Turngau beigetreten.

Am 24. Aug.1890 findet das dritte Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues in Hechingen statt. Beim vorausgegangenen Gautag wurde bekannt gegeben, dass der Turnverein Oberndorf a.N. dem Turngau beigetreten ist. Am folgenden Preisturnen beteiligten sich 44 Turner und 25 Zöglinge aus den Gauvereinen und 37 Turner und 16 Zöglinge aus gaufremden Vereinen. Über 20 Fahnen flatterten im Festzuge. Außer dem gastgebenden Verein Hechingen waren vertreten: Die Turnvereine Balingen, Ebingen, Haigerloch, Schömberg, Sulz a/N, Tailfingen, Truchtelfingen, Eningen, Nürtingen, Urach, Turnerbund und Turngemeinde Reutlingen, Turnerbund Tübingen und Rottenburg, Oberndorf, Schramberg, Trossingen, Sigmaringen, Tuttlingen, Rottweil/Schramberg u. Geislingen/Staig.

Es fällt auf, dass während des Jahres  auf die Gauvorturnerstunden von den Vereinen großen Wert gelegt wurde und diese daher gut besucht waren.

Am 12. Juli 1891 fand das 4. Gauturnfest in Schömberg statt. Wie auch in den Vorjahren begann das Gauturnfest mit dem Gautag. Der bisherige Gauausschuss wurde auf ein weiteres Jahr wiedergewählt und das nächste Gauturnfest nach Haigerloch vergeben. Anschließend bewegte sich der Umzug zum Festplatz, wo das Wetturnen begann. Gegen ½ 2 Uhr ordnete sich der Festzug, an dem etwa 17 Vereine bei herrlichem Sonnenschein teilnahmen.

1891 Gauvorstand Reallehrer Münzenmayer muss infolge Versetzung nach Heilbronn sein Amt niederlegen. Bei der am 4. Okt. stattgefundenen Gauvorturnerstunde wurde der Vorsitzende der Turnvereins Oberndorf Herr Pfeffer zum neuen Gauvorsitzenden gewählt.

Das 5. Gauturnfest des Zollern – Schalksburg-Gaues wurde auf den  3. Juli 1892 nach Haigerloch festgelegt. Damit vom Turnen aus heutiger Sicht der Fachmann sich ein Bild machen kann, sollen folgend die Reck- und Barrenübungen wiedergegeben werden, die beim Gauturnfest in Haigerloch 1892 geturnt werden mussten.

Reckübung I

Sprung in den Mithang mit Zwiegriff, langsames heben der Beine bis zum Anristen, Durchschub, halbe Schraube, nachgreifen, aufstemmen zum Streckstütz Kippe, Unterschwung, ab.

Reckübung II

Sprung zum Seithang, Ristgriffs Schwungstemme, sofortige freie Felge und Knieaufschwung links oder rechts, überspreizen und Griffwechsel, vordere Kreuzwaage, Zurückhocken, Felgaufschwung, Griffwechsel der einen Hand, Wende, ab.

Barren I

Aus dem Seitstand mit Zwiegriff Flanke zwischen den Holmen zum Streckstütz, Vorhebhalte, flüchtiges senken der Beine und sofortige Rolle vorwärts, Oberarmkippe, 3-mal Knickstützschwung rückwärts und Hochwende, ab.

Barren II

Einflanken aus dem Querstand, zweimaliges Knickstützschwingen und Vorhüpfen, Vorhebhalte, Schulterstand und Kehre 1/4 Drehung auf die andere Seite.

Volkstümliches Turnen:

Steinstoßen und Hochsprung

Dem Gauturnfest voraus ging wie immer der Gautag, dessen Anträge wegen der fortgeschrittenen Zeit schnell erledigt wurden. Ein Antrag des TV Oberndorf, wonach die volkstümlichen Übungen im Verhältnis zu den Geräteübungen gewertet werden sollen, wurde auf den nächsten Gautag vertagt. Der bisherige Gauvorstand wurde wiedergewählt. Der TV Sulz erklärte sich bereit, das nächste Gauturnfest auszurichten. Dann ging der Zug zum Wetturnen auf den sehr hoch gelegenen Platz bei großer Hitze.

Am 28. Mai 1893 findet in Stuttgart der Kreisturntag des Turnkreises XI statt. Kreisvertreter Robert Langer aus Biberach wollte sein Amt nach 12-jähr. Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen abgeben, wurde jedoch überredet, es weiterhin zu behalten. Zu seiner Unterstützung wurde Herr Schwarz aus Esslingen dazu gewählt. Als Kreis-Turnwart wurde Prof. Keßler aus Stuttgart gewählt.

In Vorturnerversammlungen wurde immer wieder gefordert, den Gautag einen Tag vor dem Gauturnfest abzuhalten. Dieser Wunsch wurde in Sulz in die Tat umgesetzt. Gautag und Gauturnfest wurden am 29./30. Juli 1893 durch-geführt. Zum neuen Vorsitzenden wurde der Vorstand des Turnvereins Balingen Fritz Ehinger gewählt und zum neuen Gauturnwart Hugo Weber aus Hechingen.

Der Turnverein Schömberg war bei diesem Gautag nicht anwesend und beschuldigte mittels einer Postkarte das Preisgericht der Parteilichkeit und drohte mit dem Austritt aus dem Turngau. Nach eingehender Debatte beschloss nun die Versammlung den Verein wegen dieser unanständigen Handlungsweise aus dem Gau auszuschließen.

Das Gauturnfest begann schon um 5 Uhr mit Tagwache und Böllerschüssen und um 7 1/2 Uhr das Wetturnen, nachmittags der Festzug. Das ganze Fest aber immer wieder durch Regengüsse gestört, musste teilweise in die Turnhalle verlegt werden. Die Ergebnisliste der Preisturner enthält 50 Namen und die der 17 Zöglinge. Dazu kamen Musterriegen von Oberndorf, Sulz und Hechingen.

1894 fiel das Gauturnfest zu Gunsten des 32. Kreisturnfestes, das vom 4. – 7. Aug. in Tübingen stattfand, aus.

Von Hechingen aus kostete die einfache Fahrkarte, welche für Turnfestteilnehmer auch für die Rückfahrt gültig war 85 Pf. Am Festzug am Sonntag durch die Wilhelmstraße und einer Reihe anderer Straßen und Gassen bis zum Festplatz nahmen aus 17 Gauen zusammen 104 Vereine des Turnkreises XI teil. Es mögen in dem Festzug ca. 3500 Turner marschiert sein. Auf dem Festplatz angekommen, folgte der Festrede von OB Gos mit dem Hoch auf das Deutsche Turnen. Es folgte das Stabturnen, an dem etwa 700 Turner teilnahmen.

Am 18. Aug. 1895 fand das 7. Gauturnfest des Zollern – Schalksburg - Gaues in Oberndorf statt. Außer, dass von Hechingen dort 27 Mitglieder vertreten waren und 5 Kränze errungen wurden, sagt das Protokollbuch weiter nichts aus. Der wieder neu gegründete Turnverein Burladingen wurde im Turngau aufgenommen.

Am Himmelfahrtstag, den 14. Mai 1896, fand der Gauausflug auf den Böllat statt, wo nach dem Absingen einiger Lieder noch die Schalksburg besucht wurde. Am 12. Juli 1896 fand in Tailfingen die Vorturnerstunde und Delegiertensitzung zur Vorbereitung des Gautages und Gauturnfestes in Tailfingen statt. Man einigte sich nach einigem hin und her auf die Geräte Reck, Barren und Pferd (letzteres nicht für die Zöglinge) und für die volkstümlichen Übungen Stabhoch-sprung, Stemmen 75 1/2 Pfd. und Weithochsprung. Es wurde beschlossen, dass 3 Kränze und 5 Diplome mehr als bisher ausgegeben werden. Der Gautag fand dann am 22. und das Gauturnfest am 23. Aug. 1896 statt. Der Gauvor-sitzende Ehinger aus Balingen nahm eine erneute Wahl nicht mehr an. So wurde im 2. Wahlgang Robert Schinacher aus Ebingen mit deutlicher Mehrheit gewählt. Als Schriftführer blieb Eduard Drescher aus Ebingen und als Gauturnwart Hugo Weber aus Hechingen weiter im Amt. Das Gauturnfest für das nächste Jahr wurde nach Truchtelfingen vergeben.

Zum Gauturnfest wurde man anderntags um 5 Uhr durch Böllerschüsse geweckt, um 7 Uhr mit Musik auf den Festplatz gebracht, wo das Preisturnen begann. Nachmittags dann ein stattlicher Festzug, auf dem Festplatz dann aber meist volkstümliches Treiben, bis um 5 Uhr die Preisverteilung begann. Die den teil-nehmenden Vereinen zugesandte Preisliste umfasste 39 Turner und 39 Zöglinge.

Am Himmelfahrtstag 1897 ging der Gauausflug, den der TV Hechingen aus-richtete, auf die Burg Hohenzollern. Dort wurden um 9 Uhr die Gauvereine empfangen. Nach der Burgbesichtigung marschierte man unter den Klängen der Ebinger Kapelle zum  Exerzierplatz, den Hauptmann Sabel (auf der Burg waren damals noch Soldaten) bereit willigst zur Verfügung stellte. Auf dem Platz machte man Wettübungen bestehend aus Stafettenlauf und Schleuderball.

7./8. Aug. 1897 Gautag und Gauturnfest in Truchtelfingen. Der TV Burladingen ist zum Zollern-Gau übergetreten.

Das 9. Gauturnfest des Zollern - Schalksburg - Gaues fand bei schlechtem Wetter statt, trotzdem wurden recht gute Resultate erreicht. Am Preisturnen nahmen 41 Turner und 35 Zöglinge teil. Die Gemeindeverwaltung unterstützte den Verein mit einem namhaften Betrag.

Der Gauausflug im Jahre 1898 ging am 22. Mai nach der Saline in Stetten und nach Haigerloch.

Das 10. Gauturnfest mit Gautag fand vom 13. - 15. August 1898 in Balingen statt. Die Sitzung fand im Rathaus statt, wobei auf Antrag des TV Ebingen erstmals ein technischer Ausschuss gebildet wurde. Die Turner von Schömberg schlossen sich wieder dem Turngau an. Der Delegierte Bernhard entschuldigte sich ob des Wegbleibens und versprach die Vereinszügel fester in die Hand zu nehmen, worauf von weiteren Maßregeln Abstand genommen wurde. Am Sonntag um 7 Uhr begann das Preisturnen, das bis 12 Uhr  dauerte. Am Festzug beteiligten sich auch die Musikkapellen von Balingen, Hechingen und Schömberg.

1899 findet der Gauausflug am Himmel-fahrtstag auf den Lochenstein statt. In der Gauvorturnerstunde am 26.Juni 1899 in Ebingen machte der Gauvorsitzende Schinacher die Mitteilung, dass der Turnverein Schömberg seinen Austritt aus dem Turngau angezeigt habe. Zum Gautag hat sich der neu gegründete Turnverein Onstmettingen angemeldet. Die Aufnahme erfolgte einstimmig.

12./13. Aug. 1899, Gautag und Gauturnfest in Ebingen, verbunden mit dem 25-jährigen Bestehen des Vereins.

Der Gauvorstand wurde in der Gesamtheit wiedergewählt. Der technische Ausschuss, der aus 3 Vorturnern besteht, bekam 3 Ersatzleute.

Das Gauturnfest begann um 7 Uhr mit dem Preisturnen, nachmittags der Fest-zug zum Festplatz, dann das Kürturnen und Stabübungen bis zur Preisverteilung abends 6 Uhr. Montags gab es eine Abschiedsveranstaltung mit Besteigung des Neuerbauten Turmes auf dem Schlossfelsen.

Am Sonntag, den 29. Apr. 1900, findet der Kreisturntag in Heilbronn statt. Von der Gymnastique Internationale in Paris, die am 29./30. Juli 1900 anlässlich der Weltausstellung stattfand, ging eine Einladung ein. Der Gauausflug am Himmelfahrtstag ging nach Geislingen bei Balingen. Trotz schlechtem Wetter erschienen dort ca. 200 Turner.

Da man an die Wirtschaften gefesselt war, hielt der Gauvorsitzende Schinacher einen Vortrag über  das volkstümliche Turnen und dem Streben der Deutschen Turnerschaft, auch die Turnspiele überall einzuführen.

Der Gauturntag und das Gauturnfest fanden am 4./5. Aug. 1900 in Hechingen statt. Der Gauturntag fand im Rathaus-saale statt. Die Delegierten wurden von Stadtschultheiß Mayer herzlich begrüßt. Ein Wechsel im Gauvorstand wurde schon in vorhergehenden Gauvorturnerversammlungen angekündigt, so dass die Versammlung wohl vorbereitet war. Als neuer Gauvorsitzender wurde Oberlehrer Schöpfer aus Sulz und als Schriftführer Oberreallehrer Fries aus Sulz und als Gauturnwart Herr Schwaderer aus Oberndorf, als dessen Stellvertreter Herr Steinhilber aus Ebingen, gewählt.

Die schon am Samstagabend eingetroffenen Vereine wurden von einer Abteilung der Tübinger Regimentsmusik empfangen und ins Museum geleitet. Die größten Vereine, die sich angemeldet hatten, waren Ebingen mit 120, Sulz mit 40, Tailfingen mit 30, Burladingen und Haigerloch mit je 20 Turnern. Weitere Anmeldungen lagen von Truchtelfingen, Oberndorf, Balingen, Geislingen, Onstmettingen, Mössingen, Sigmaringen und Tübingen vor.

Sonntagmorgen, bereits um 6:30, Uhr begann das Preisturnen, das durch Gewitter immer wieder gestört wurde. Der Festzug, an dem 16 Turnvereine, der Militärverein und der Musikverein teilnahm, ging nachmittags durch die Stadt und es folgte auf dem Festplatz Lichtenau der Festnachmittag mit begeisternden Ansprachen des Stadtschultheißen Mayer, sowie von Sattlermeister Julius Runge als Festredner des TV Hechingen. Letzterer ließ sich auch durch schwere Regentropfen in seiner Rede nicht unterbrechen. Für den Turnverein Hechingen war das Gauturnfest zumindest pekuniär kein Erfolg. Den Ausgaben von 988,74 Mark standen nur Einnahmen von 892,50 Mark gegenüber.

Nachdem im Jahre nach dem Gauturnfest in Hechingen vom Zollern-Schalksburg-Gau in der Kreiszeitung nichts über Aktivitäten zu lesen war, meinte der Turnverein Hechingen in einem Brief an den Gauvorstand, dass der Eindruck entstehe, der Turngau würde schlafen. Er stellte den Antrag, dass Berichte über Vorturnerstunden oder Turnfahrten wieder in der Kreiszeitung veröffentlicht werden.

Im Jahr 1901 fand kein Gauturnfest statt. Der Turngau Hohenzollern hielt seines in Burladingen ab, so dass unsere Turner die Möglichkeit hatten, dasselbe dort zu besuchen.

Am 24. Aug. 1902 war das 13. Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues in Geislingen, bei dem die Vereine mit zahlreicher Beteiligung antraten.

Dasselbe wurde vom 14. Gauturnfest, das am 31. Aug. 1903 in Haigerloch stattfand, berichtet und das bei gutem Wetter und zahlreicher Beteiligung. Auch beim vorausgegangen Gautag änderte sich am Gauvorstand nichts.

Im April 1904 wurde in Bisingen durch Lehrer Hugo Steinhart und der Mithilfe von Fabrikant Heinrich Maute ein Turnverein gegründet, der sich als 2. Hohenzollerischer Verein dem Turngau-Zollern-Schalksburg beim Gautag in Balingen anschloss.

Das größte und schönste Fest in Hechingen vor dem 1. Weltkrieg, war nach Meinung eines Chronisten das 20-jährige Stiftungsfest mit Fahnenweihe des Turnvereins Hechingen, das am 13. und 14. Aug. 1904 begangen wurde. Fast alle Turngauvereine und viele darüber hinaus, nahmen am Fest  teil. Im Festzug waren 35 Vereine und Gruppen mit 1182 Personen. Am Festabend im großen Saal zum Museum hielt der Gauvorsitzende Oberlehrer Schöpfer aus Sulz eine viel beachtete Ansprache auf das Turnen und dessen Zweck im Dienste des Deutschen Vaterlandes.

Die beiden Mitgründervereine des Turn-gaues, Turnverein Ebingen und Turn-verein Balingen, machten sich dann zu Sprechern des Turnens, dem Vorsitzenden des Turnvereins Balingen als Festpatenverein Herrn Wagner war es vergönnt die neue Fahne zu übergeben.

Der Gautag und das Gauturnfest waren am 5./6. August 1905 in Oberndorf. Die Gauvorstandsmitglieder nahmen alle ihre Ämter wieder an, so dass der Gautag recht bald beendet werden konnte. Der Gauvorsitzende Oberlehrer Schöpfer konnte das bisher größte Gauturnfest ankündigen. 160 Einzelturner und 6 Riegen kamen aus dem Gaugebiet. Weitere 6 Riegen aus Vereinen ausserhalb. 28 Vereine waren es beim Festzug, und über 200 Turner beteiligten sich an den Stabübungen. Nur das Wetter war wieder mal schlecht.

Am 20. Nov. 1905 wurde in Balingen ein außerordentlicher Gautag einberufen. Nachdem die Turnvereine Oberndorf und Sulz vom Zollern-Schalksburg-Gau zum Mittleren-Schwarzwald-Gau übergetreten sind, mussten Neuwahlen zum Gauvorstand vorgenommen werden. Die dem Turngau noch angehörenden 10 Vereine Balingen, Ebingen, Geislingen, Bisingen, Hechingen, Truchtelfingen, Haigerloch, Bochingen, Tailfingen und Onstmettingen, waren alle versammelt. Das bisherige harmonische Verhältnis wurde von vielen Rednern bekräftigt und der Übertritt wurde bedauert. Der bisherige Gauvorsitzende Lehrer Schöpfer aus Sulz, der Gauturnwart Mechaniker Schwaderer aus Oberndorf und der Gauschriftwart Oberlehrer Fries von Sulz wurden einstimmig zu Ehrenmitgliedern des Zollern-Schalksburg-Gaues ernannt.

Der Zollern-Schalksburg-Gau zählte bis dahin 1634 Mitglieder, nach Abgang der beiden Vereine war ein Rückgang von 318 auf 1316 Mitglieder zu verzeichnen. Die Wahl eines neuen Vorstandes musste jedoch eines späteren Gautages vorbehalten werden. Dieser wurde im Januar 1906 in Ebingen abgehalten. Gauvorsitzender  wurde Hugo Weber, Hechingen, Gauturnwart Benz, Balingen, Stv. Kern, Tailfingen, Schriftwart und Kassier  W. Schuler, Hechingen, Stv. Müller, Bisingen.

Das 16. Gauturnfest fand in Onstmettingen am 26. Aug. 1906 statt. Voraus ging der Gautag am 25. Aug., wobei offensichtlich in der Turngauführung keine Änderung eintrat. Erstmals nahm der neu gegründete Turnverein Meßstetten am Gauturnfest teil.

Am 14. Okt. 1906 fand die Gauturnfahrt, verbunden mit einem Jagdspiel als Herbstfest des Zollern-Schalksburg-Gaues auf dem Zellerhorn statt. In das Spiel mit einbezogen wurden erstmals Vereine, die bisher im Protokollbuch nicht benannt wurden. Es sind dies Weilheim, Frommern,  Lautlingen, Heselwangen, Streichen, Zillhausen,  Hossingen, Meßstetten und Pfeffingen.

17. Gauturnfest am 18. Aug. 1907 in Tailfingen, dem der Gautag am 9. Aug. ebenfalls in Tailfingen vorausging.

Der Gauvorstand sprach von bisher noch nie da gewesenen Leistungen und verband dies mit einem großen Dank an die Eltern, Vormunde und Lehrer der jungen Turner.

Bereits am 2. Febr. 1908 war der Gautag des Zollern-Schalksburg-Gaues im Schwefelbad in Balingen. Der neu angemeldete Turnverein Bitz wurde einstimmig aufgenommen, aber auch bekannt gegeben, dass der TV Bochingen sich dem ihm näher gelegenen Turngau Mittlerer-Schwarzwald angeschlossen hat. Der Turngau besteht nunmehr aus 13 gemeldeten Vereinen. Der Gauvorstand hat sich nicht verändert.

Das 18. Gauturnfest wurde am1.-3. Aug. 1908, in Truchtelfingen abgehalten. 17 Turnvereine mit 190 Turnern folgten der Einladung des TVT. 10 Riegen bestritten das Vereinsturnen. Um den Arbeitsauf-wand zu bestreiten, musste sich jedes Vereinsmitglied verpflichten, einen Tag Arbeitsleistung zu machen oder 2 Mark Strafe in die Vereinskasse zu bezahlen.

Am 24. Jan. 1909 fand im Zollerhof in Bisingen der Gautag des Zollern-Schalksburg-Gaues statt, wo in Aner-kennung der bewährten Führung die gesamte Gauleitung einstimmig wieder-gewählt wurde. Das kommende Gauturnfest wurde ebenfalls nach Bisingen vergeben.

Das 19. Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues fand bei strömendem Regenwetter am 10./11 und 12. Aug. 1909 in Bisingen mit großem Programm statt. Bei den Wettkämpfen am Sonntag, dem 11. Aug., beteiligten sich 181 Wettturner. Am Vereinsriegenturnen beteiligten sich alle anwesenden Vereine. Das Wetturnen wurde auch als Probeturnen für das Kreisturnfest des XI. Turnkreises Schwaben, das am 1 Aug. in Heilbronn stattfand, empfunden. Zum ersten Mal sollte die Damenriege des Turnvereins Ebingen auftreten, was aber wegen des schlechten Wetters nicht möglich war. Der Turnverein Oberdigisheim wurde anlässlich dieses Gauturnfestes in den Zollern-Schalksburg-Gau aufgenommen.

Im Jahre 1910 fand zunächst am 7. Febr. in Ebingen (Gasthaus z. Stern) der Gautag des Turngaues statt. Der Gauvorstand unter der Führung von Gauvorsitzenden Weber - Hechingen wurde einmütig wiedergewählt. Als herausragende Veranstaltung wurde bekannt gemacht, dass der XI. Turnkreis Schwaben am 10. Juli in den Ebinger Bergen ein Kreisbergfest veranstaltet. Nach eingehender Debatte und Abstimmung soll trotz dieser Großveranstaltung das Gauturnfest in Balingen  abgehalten werden.

Am 27./28. Aug. 1910 fand das 20. Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues in Balingen statt. An den Frei-übungen zum Festnachmittag beteiligten sich ca. 350 Turner und Zöglinge. Von besonderem Interesse waren die Vorführungen der Frauenabteilungen der Vereine Hechingen, Balingen und Ebingen, die hierbei zum ersten Mal öffentlich auftraten.

Debatten wurden ausgelöst durch eine religiöse Hetze des Leiters der Deutschen Turnerschaft Dr. Götz - Leipzig, die in der Deutschen Turnzeitung abgedruckt war und für die katholischen Turner eine schwere Kränkung darstellten. Besonders der Hohenzollern-Turngau war davon betroffen, weil wegen dieser Äußerung die dort in der Mehrzahl katholischen Mitglieder der Turnvereine einen Anschluss des Turngaues an den XI. Turnkreis Schwaben und somit an die Deutsche Turnerschaft ablehnten.

Von sozialdemokratischer Seite werden gegenwärtig, so ein Zeitungsartikel vom gleichen Jahre, Flugblätter für eine Gründung eines "Freien Arbeiterturnvereins" verteilt. In einigen Orten und Städten ist dies bereits geschehen und in den Vereins- und Gauvorstands-sitzungen nahm dies einen breiten Raum ein, da bisherige Turnwarte und Vorstandsmitglieder sich der freien Arbeiterturnvereine anschlossen. Diese Mitglieder wurden aus ihren bisherigen Vereinen ausgeschlossen. In Hohen-zollern kam es zu einer weiteren Teilung, da in Sigmaringen ein Turnverein mit dem Namen  „Turnerschaft Hohenzollern" gegründet wurde. Dieser gemeinsame Begriff  „Turnerschaft“ in Verbindung mit dem Namen eines Landes wurde als störend und verwirrend empfunden. Auch der Kreisvertreter Otto Hoffmeister in Ludwigsburg ersuchte die Gauvorsitzenden Verhandlungen wegen einer Namensänderung aufzunehmen.

Am 8. Jan. 1911 fand der Gautag in Frommern statt, der bzgl. des Gauvorstandes keine Änderung brachte. Das Gauturnfest wurde nach Geislingen vergeben, wo es am 6. Aug. abgehalten wurde. Um 1/2 6 Uhr zogen etwa 360 Turner und Zöglinge auf den Festplatz, der von Frhr. Schenk von Stauffenberg zur Verfügung gestellt wurde, wo das Einzelwetturnen begann und um 10 Uhr das Vereinswetturnen. (Also auf den Gottesdienst nahm der Gautag keine Rücksicht! Anm. der Red.)

1912 war der Gautag in Endingen, der Gauvorstand änderte sich nicht. Mit Rücksicht auf das im August in Göppingen stattfindende Kreisturnfest wurde an Stelle des Gauturnfestes am 7. Juli in Bitz eine Turnfahrt gehalten. Mit der Gauturnfahrt ist ein Wetturnen in volkstümlichen Übungen verbunden.

Der Gautag 1913 fand am 19. Januar in Ebingen statt. Das Deutsche Turnfest in Leipzig vom 12.-16. Juli 1913, war auch von Turnern unseres Turngaues erfolgreich besucht.

Anlässlich der Jahrhundertfeier und Einweihung des Völkerschlacht - Denkmals in Leipzig fand in der Nacht vom 16. auf 17. Okt. 1913 von allen historischen Orten des Deutschen Reiches Eilbotenläufe dort hin statt, so auch auf Antrag des Turnvereins Hechingen, vom Hohenzollern aus. Es liefen Turner aus Hechingen, Bisingen, Steinhofen, Balingen, Engstlatt, Erzingen und Streichen vom Burghof bis nach Sebastiansweiler. Jeder Turner musste eine Strecke von mindestens 200 m, aber nicht mehr als 500 m laufen. Die benötigte Zeit wurde mit 38 1/2 Min. gestoppt.

Der Gautag 1914 war im Januar in Engstlatt. Der Turnverein Hechingen bekam das Gauturnfest 1914 übertragen und will es vom 15. - 17. Aug. abhalten. Es sollte ein Gauturnfest werden wie es im Gau noch keines gab.

Der genaue Vorbereitungsablauf ist in vielen Sitzungsprotokollen des TV Hechingen aufs Kleinste geregelt.

Die Anmeldungen seitens der Gauvereine waren überwältigend, so dass 480 Quartiere beschafft werden mussten. Ein Festzelt von 20 x 44 m stellte ein Festwirt aus Cannstatt. Die Eintrittspreise waren für Samstag auf 10 Pf. und für den Haupttag auf 20 Pf. festgelegt. Es wurden 1000 Gratisbänder für Turner und 9000 Festbänder für Festbesucher beschafft.

Ein angefügter Absatz des Schriftführers Ludwig Rumpel im Protokoll der letzten Vorkriegssitzung vom 27.7.1914. (Am 28.7.1914 erklärte Österreich an Serbien den Krieg mit deutschem Einver-ständnis.): "Die Verhängung des Kriegszustandes und darauf folgende Mobilmachung der Deutschen Wehrkraft zu Wasser und zu Lande vereitelte jede Weiterarbeit zum Feste und machte die seitherige Arbeit erfolglos, da unter den gegebenen oder vielmehr geschaffenen Verhältnissen jede Festlichkeit bis zur glücklichen Vollendung des uns aufgezwungenen Weltkrieges sich von selbst verbietet. Möge Gott unsern Waffen Glück und Sieg verleihen."

Da der 1. Vorsitzende sich freiwillig zur Fahne stellte, war es Aufgabe des 2. Vorsitzenden und der verbleibenden Vorstandsmitglieder, den Schaden der Vorbereitung des Gauturnfestes so klein wie möglich zu halten. Die Auslagen für die Vorbereitungsarbeiten stehen auf 206,05 M. Auf Antrag des TV H bewilligte der Turngau eine Entschädigung von 60 M. Der Gautag fand am 4. Aug. 1915 im Löwen in Hechingen statt. Hierbei berichteten alle anwesenden Vereine von großen Schwierigkeiten.

Das Turnen ging aber die ganzen Kriegsjahre in den Vereinen weiter wie es im Einzelfall möglich war. Wenn das Wetturnen auch nicht mehr betrieben werden konnte, so waren es vor allem Turngänge, die ausgeführt wurden.

Am 7. Juli 1918 war wieder ein Gautag in Balingen und am 19. Aug. eine Gauvorturnerstunde in Ebingen. Die Gauturnfahrt war am 22. Sept. 1918, wohin wurde nicht genannt.

Im Hechinger Protokoll heißt es:" Seit Nov. 1918 erfolgt allmählich die Rückkehr unserer Krieger. So wollen wir nun wieder an den Aufbau des Vereins denken". 

Der 1. Gautag nach Kriegsende fand am 30. März 1919 im Gasthaus zum "Sternen" in Ebingen statt. Der Gauvorsitzende Hugo Weber aus Hechingen eröffnete die gut besuchte Versammlung und gedachte der vielen Gefallenen, welche die Vereine zu beklagen haben. Er forderte aber auch auf, mit neuem Mut an den Wiederaufbau der Vereine heranzutreten. Er stellte sich noch einmal für ein Jahr als Vorsitzender zur Verfügung. Stellvertreter wurde Fabrikant Müller - Bisingen, als Kassier wurde Kaufmann W. Weber - Hechingen wiedergewählt.

Beschlossen wurde weiter ein Gauwettturnen, das am 27. Juli 1919 in Ebingen stattfand.

In Tübingen wurde ebenfalls ein Kreiswetturnen des 11.Turnkreises durchgeführt und in Stuttgart fand im Oktober 1919 ein Kunstturnen statt, an dem ebenfalls Turner aus dem Zollern-Schalksburg-Gau teilnahmen.

Am 21. Febr. 1920 fand der Gautag im Gasthof zum "Schwefelbad" in Balingen statt. Im Geschäftsbericht des Gauvertreters Hugo Weber - Hechingen kam zum Ausdruck, dass das turnerische Leben sich wieder voll entwickelt hat.

Nach nunmehr 14-jähriger Tätigkeit als Gauvertreter stellte er sich nicht mehr zur Wiederwahl. Hugo Weber wurde zum Ehrengauvertreter ernannt. Gauvertreter wurde Fabrikant Müller aus Bisingen, sein Stellvertreter Fabrikant Haigis aus Onstmettingen. Der Gauturnrat wurde auf 8 Mann erweitert, wobei 4 vom oberen und 4 vom unteren Gaugebiet sein sollen.

Die Gauwanderung soll am 2. Mai zum Böllat führen, wo gleichzeitig die Gau-Faustballmeisterschaften durchgeführt werden, während das Gauturnfest am 4. Juli 1920 auf der Lichtenau in Hechingen stattfinden wird.

Unter großen Anstrengungen wurde das 24. Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues in Hechingen vorbereitet und zu einer machtvollen Demonstration des Turnens nach 4 Jahren Krieg und 2 Jahren Unruhen. Die bereits im Jahre 1914 zum geplanten 23. Gauturnfest in Hechingen gefertigten Festbänder wurden nun verwendet. Es starteten über 300 Einzelwettturner aus 18 Gauvereinen  und 50 Turnerinnen aus den Vereinen Ebingen, Tailfingen und Onstmettingen. Darüber hinaus beteiligten sich alle Vereine am Vereinsriegenturnen. Nicht nur die Turnerinnen und die Turner, auch die Presse war begeistert und berichtete in langen Artikeln über die  bewundernswerten Leistungen der vielen Turner, lobten die Disziplin und vor allem die gute Organisation des Festes.

Erstmals auch in der Berichterstattung ein Wort über die "Kostümierung" der Wettkämpfer. Man sah vielfach (bedauerlicherweise) noch die lange Hose bei den volkstümlichen Turnern. In großer Zahl aber auch das so genannte "Leichtathletikkostüm": kurzes, die Knie völlig freilassendes Beinkleid, kurze Strümpfe und kurze Ärmel beim Trikot.

Die beginnende Inflation macht sich jetzt auch im Vereinsgeschehen bemerkbar. Wegen der langen, immer teurer werdenden Fahrten, wird der XI. Turnkreis Schwaben in 4 Bezirke aufgeteilt. Der Zollern-Schalksburg-Gau gehört zum 3. Bezirk. Beim Kreiswettturnen des 3. Bezirkes in Reutlingen am 8. Aug. 1920 nahmen als einzige unseres Turngaues die Hechinger Turner Anton Merkel, Albert Grimm und Erich Richter teil. Ihnen wurde ausnahmsweise ein Tagegeld von 50 M bewilligt.

Der Gautag 1921 fand am 6. Febr. in Tailfingen statt. Der Jugendpfleger des Oberamtmannes wünscht Lehrkurse für Turnen in den Landgemeinden.

Die Gründung von Fußballgesellschaften oder Fußballvereinen, die im Gaugebiet sehr stark anwachsen und innerhalb der Städte und Gemeinden zu Kontrahenten wurden, veranlassten auch die Turn-vereine sich stärker dem Ballspiel anzunehmen. So wurden beim Gautag 1921 52 Faustballspielgruppen registriert.

Die Gauwanderung ging am 8. Mai 1921 auf den Plettenberg. Das 25. Gauturnfest fand am 10. Juli 1921 in Meßstetten statt.

Am 13. Jan. 1922 fand in Bisingen der Gautag statt. Es trat keine Änderung im Gauvorstand ein. In den Vereinen musste nun in kürzeren Abständen der Beitrag erhöht werden. Beim TV Hechingen in der Generalversammlung am 29.3.22 für Aktive 16 M, für Passive 40 M für Zöglinge 8 M.

Das Kreisturnfest in Esslingen, das vom 29. - 31. Juli 1922 stattfand, wurde sehr stark besucht, aber die Vereine wurden wohlwollend von der örtlichen Industrie unterstützt. Das Quartiergeld in Esslingen war schon 80 M pro Turner.

Trotz dieses Kreisturnfestes fand am 20. Aug. 1922 das Gauturnfest in Frommern unter starker Beteiligung statt.

Die Vereinsbeiträge mussten kurzfristig angehoben werden, so wurde der Jahresbeitrag im Turnverein Hechingen ab 1. Okt. 1922 auf 200 M festgesetzt. Die Miete für den Museumssaal würde mindestens 17000 M Kosten, daher konnte kein Fastnachtskränzchen 1923 für den Verein veranstaltet werden.

Das Gauturnfest fand am 5. Aug. 1923 in Onstmettingen und das Deutsche Turnfest vom 12.-15.Juli 1923 in München statt. Die Teilnehmerkosten stiegen in astronomische Zahlen, 1 US-Dollar kostete am 12. Juli  1923 = 250 000 M. Mit dem Ende des Jahres 1923 kam auch das Ende der Inflation und die Vereine konnten endlich wieder mit ihren Beitragsgeldern, die in der Regel zwischen 4 und 8 Mark pro Jahr betrugen, kalkulieren.

Um dem z. Zt. etwas flauen Turnbetrieb zu beleben, veranstaltet der Turnverein Hechingen am 22. Juni 1924 ein Turn-Werbetag auf der Lichtenau, zu dem 15 auswärtige Vereine ihr Kommen zugesagt haben, wobei ein besonderer Höhepunkt der Auftritt der Damenriegen aus Ebingen und Onstmettingen war.

Die Gauwanderung fand am 11. Mai 1924 auf dem Zellerhorn statt. Am 18. Mai fand in Bisingen das 3. Bezirkssportfest statt, das vom Zollern-Schalksburg-Gau, Hohenzollern-Gau, Alb-Gau und Starzel-Alb-Gau getragen wurde.

Das 28. Gauturnfest fand 1924 in Schömberg statt.

Der 4. Frauen- und Schüler-Turntag des Zollern-Schalksburg-Gaues war am 10. Aug. 1924 in Onstmettingen, dabei wurden Wettkämpfe ausgetragen und Sonderaufführungen bewertet.

Der ordentliche Gauturntag fand,  etwas verspätet, am 25. Jan 1925 im Löwen in Sigmaringen statt der von Gauvertreter Müller geleitet wurde.

Der 2. Vorsitzende Oberrechnungsrat Ramsler aus Obertürkheim überbrachte die Grüße des XI. Turnkreises und wies in seiner Ansprache auf die schweren Zeiten hin, die auf unserem Vaterlande lasten. Die Versammlung hatte eine Fülle von Anträgen zu bearbeiten, die in der Hauptsache dem Jugend- und Frauenturnen galten.

Im Jahre 1925 sind nachstehende Gauveranstaltungen vorgesehen: Am 3. Mai die Gauwanderung auf die Schalksburg, am 10. Mai ein Bezirkssportfest in Tailfingen. Das am 5. Juli ausgetragene  29. Gauturnfest in Steinhofen litt unter sehr schlechtem Wetter, so dass das Vereinswetturnen ausfallen musste.

Vom 25. - 27. Juli war das Kreisturnfest in Ulm und am 16. Aug. der Frauen- und Schülerturntag in Balingen.

Zur 50-Jahrfeier des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald fand vom 14. – 16. Aug. 1925 ein Eilbotenlauf statt an dem in unserem Gaugebiet über 100 Turner und auch Turnerinnen teilnahmen.

Dass das Turnen wieder richtig Fuß fassen konnte, belegen auch die Berichte vom Gautag, der am 15. Nov. 1925 in der "Eintracht" in Ebingen stattfand. Einhellig positive Berichte wurden vom Gauober-turnwart Karl Bitzer, Gauturnwart Karl Hoch, Gaufrauenturnwart Bitzer, Gau-spielwart Richard Beck und Gausportwart Eugen Rieber gegeben.

Vom 17. - 19. Juli 1926 war Tailfingen der Festort für das 30. Gauturnfest des Zollern-Schalksburg-Gaues, das zusammen mit dem 40. Stiftungsfest des Turngaues begangen wurde. Die Presse schrieb dazu: "Viele hundert von Turnern und Turnerinnen hielten am Samstagabend und Sonntagmorgen Einzug in den mit Fahnen und Kränzen reich geschmückten Ort". Sehr schönes Wetter begünstigte das Wetturnen und den Festverlauf. Am Wetturnen beteiligten sich 320 Turner und 211 Zöglinge. Weiter beteiligten sich 12 Riegen am Vereinswetturnen. Auch das Frauenturnen nahm einen breiten Raum ein, wenn auch von einem Bericht-erstatter in einer Hechinger Zeitung das Reck für Frauen als denkbar ungeeignet eingestuft wurde.

Dem Gauvertreter Müller aus Bisingen und dem Gaukassier Schuler aus Hechingen wurde beim Festbankett der Kreisehrenbrief verliehen.

In Balingen wurde am 8. und 9. Oktober 1926 der 76. Turntag des XI. Turnkreises Schwaben  durchgeführt. Die Zahlreichen Gäste aus dem großen Turnkreis wurden herzlich empfangen und begrüßt. 

Am 21. Nov. 1926 wurde der große Gauturntag in der Turnhalle in Onstmettingen abgehalten. Neben den recht positiven Berichten zum Gauturnfest in Tailfingen, bei dem allerdings auch die geringe Teilnahme an den Freiübungen kritisiert wurde, stand auch die Forderung des Gaufrauenturnwartes Bitzer – Tailfingen, dem Frauenturnen etwas mehr Augenmerk zu schenken. Es einzuführen sei in der heutigen Zeit eine dringende Notwendigkeit.

An Veranstaltungen 1927 wurden festgelegt, dass das Gauturnfest am 7. Aug. in Truchtelfingen stattfindet, wobei auch beschlossen wurde, dass das Frauenturnen auch in Zukunft mit dem Gauturn-fest verbunden bleibt. Das Gausportfest im Mai/Juni in Geislingen stattfindet und der Gauwandertag am 1 Mai zum Weichenwang bei Meßstetten führt.

Nach 19 Jahren übernahm der TV Truchtelfingen wieder die Ausrichtung des 31. Gauturnfestes am 23./24. Juli 1927. Der TV T, der sich auch einer neu erbauten Turn- und Festhalle erfreuen konnte, hatte über 800 Turnerinnen und Turner zu Gast. Das Sportgelände „Bol“ erwies sich wieder einmal als einzigartig und schön.

Der ordentliche Gauturntag fand am 13. Nov. 1927 in Endingen statt.

1928 war ein sehr aktives Sportlerjahr. Das Gausportfest fand in Ebingen am 10. Juni statt, das 32. Gauturnfest am 7./8. Juli 1928 in Balingen und das 15. Deutsche Turnfest vom 25.-.29. Juli in Köln.

Das Deutsche Turnfest in Köln, ein Mammutfest mit 200 000 Festbesuchern, bei der Abschlussfeier schätzte man über 300 000 Besucher. Köln lag in dem von Franzosen, Engländern und Belgiern besetzten Rheinland. So erhielten viele der Veranstaltungen automatisch einen demonstrativen Charakter. Viel beachtet auch die Rheinstaffel von Basel nach Köln, die mit Umwegen über 2000 km von 2500 Turnerinnen und Turnern gelaufen wurde. Die Protokolle und Zeitungsbericht waren einstimmig der Meinung, dass Köln auch in der Organisation des Festes Großes geleistet habe.

Am 16. Juni 1929 fand das 33. Gauturnfest zum 25-jährigen Vereins-bestehen in Bisingen statt. Die Veran-staltung ist bei großer Beteiligung glänzend verlaufen.

Am 19./20. Juli 1930 fand das 34. Gauturnfest auf dem 900 m hoch gelegenen Sportplatz in Bitz statt. Der  Platz wurde wegen seiner guten Bodeneigenschaften von den Teilnehmern hoch gelobt. Zwischen 600 und 700 Turnerinnen und Turner waren zum Gauturnfest angereist, die zum Teil bereits morgens um 3 Uhr von zu Hause weg mussten. Es wurden ein evangelischer und ein katholischer Feldgottesdienst gehalten, was sehr gelobt wurde.

Die Turnerinnen turnten erstmals in einheitlichen Turnanzügen und zeigten sich zum Reigen und im Festzug im „Heilbronner Tanzkleidchen“ was auch Kritikern kein Anlass zur Schelte bot.

Die Wirtschaftskrise zu Beginn der 30iger Jahre war nun recht schmerzhaft auch in den Vereinen zu spüren. Der Turngau wurde verschiedentlich gebeten, die Gausteuern zu erlassen bzw. zu mindern. Die Vereine hatten Mitgliederschwund, der allerdings auch auf das verstärkte Anwachsen der DJK zurückzuführen war.

Die Gauwanderung, die am 15. Mai 1931 auf den Heersberg bei Lautlingen ging, wo man sich mit den Vereinen des befreundeten Albgaues traf, war trotzdem sehr stark besucht, wobei der Turnverein Ebingen mit 300 Turnerinnen und Turnern am stärksten vertreten war. Der Tag wurde mit Faustballspielen, wofür 15 Mannschaften gemeldet waren und mit Langstreckenläufen über 2 und 4 km, ausgefüllt. Die Turnerinnen erfreuten mit lustigen Volkstänzen.

Das 35. Gauturnfest, verbunden mit dem Gausportfest fand am 26. Juli 1931 in Ebingen statt.

Am 1. Mai 1932 ging  bei schönstem Frühlingswetter die Gauwanderung auf das Lochenhörnle bei Balingen, von der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Sonne gebräunt nach Hause gingen. In dieses Jahr fällt auch die Aufnahme des Fechtsportes im Turngau.

Ein Städte - Mannschaftskampf zwischen den Turnvereinen Kornwestheim und Hechingen fand am 11. Juni statt, den Kornwestheim eindeutig mit 368 ½: 348 Punkten für sich entschied.

Das 36. Gauturnfest fand am 10. Juli 1932 in Endingen bei Balingen statt. In dem mir vorliegenden Festbuch des TSV Endingen heißt es: „Und als 1932 unser Dorf mit der Durchführung des Gauturnfestes des Zollern-Schalksburg-Gaues betraut wurde, scheute C. Amling keine Mühen, um mit seinen Männern den 30 Vereinen mit rund 1000 aktiven Turnerinnen und Turnern einen festlichen Rahmen zu bieten“.  

Am 24. Juli 1932 hält der Starzel-Albgau sein Gauturnfest in Rangendingen ab. Der SV Rangendingen  schloss sich nach seiner Gründung im Jahr 1922 diesem Turngau an, der ausschließlich aus Hohenzollerischen Vereinen gebildet war.

Der Turnerbund Tailfingen bekam vom 11. Turnkreis Schwaben das 43. Landestreffen der Schwäbischen Turner übertragen, welches vom 5.-7. August 1932 auf dem Sportgelände Langenwand ausgerichtet wurde. Eine überaus schwierige Aufgabe für die kleine Stadt Tailfingen, die wie allerorts von steigender Arbeitslosigkeit und politischer Unstabilität zu leiden hatte. Die Ein-wohnerschaft stellte dazu Privatquartiere für 2000 Einzelpersonen. Bei dieser bisher wohl größten Veranstaltung im Turngau stellten die Gauvereine 101 Kranzsieger und zwar 24 im Gerätturnen, 42 im Volksturnen, 33 in den Wettkämpfen der Turnerinnen und 2 Sieger im 3000-m-Lauf.

Der ordentliche Gauturntag fand am 13. Nov. 1932 in Steinhofen statt, der ein recht aktives Turnerjahr abschloss. Der Vorsitzende des Turnvereins Steinhofen erwähnte lobend, dass die Gemeinde Steinhofen zum bevorstehenden Bau einer Vereinsturnhalle 40 Festmeter Holz und bis zu 25 Kubikmeter Fundament-steine zur Verfügung gestellt habe.  Der Turnbetrieb war sehr Rege, lediglich das Gauturnfest musste wegen des "Deutschen Turnfestes in Stuttgart" ausfallen. Wegen des geplanten Zusammenschlusses des Turngaues Zollern-Schalksburg und des Alb-Gaues wurde vereinbart alle Veranstaltungen des Jahres 1933 zusammen durch-zuführen.

Der langjährige Gau-Geldwart Karl Merkel aus Hechingen legte sein Amt nieder, als Nachfolger wurde Obersekretär Josef Traub aus Geislingen gewählt. Turn-bruder Münster, Ebingen dankte dem Gauvertreter Müller für seine geleistete vorzügliche Arbeit zum Wohle des Turngaues.

 

Dem vorläufigen –vorübergehenden- Ende der Deutschen Turnerschaft  entgegen.                         

 

An die Vereinsvorsitzenden kamen nun nach der Machtübernahme der NSDAP einige Änderungen, die verarbeitet werden mussten. In einer Gauausschusssitzung, die am 28. April 1933 in Ebingen stattfand, ging es speziell um § 2 der Satzung der Deutschen Turnerschaft, die den Wortlaut hatte: „Ihr Zweck ist die Förderung des deutschen Turnens als eines Mittels zur körperlichen und sittlichen Kräftigung, sowie die Pflege deutschen Volksbewusstseins und vaterländischer Gesinnung; alle politischen Parteibestrebungen sind ausgeschlossen“.

Die Gauleitung wies besonders darauf hin, dass dieser Passus streng eingehalten werden müsse. Der Wehrsport wurde in das DT aufgenommen.

Am 14. Mai fand der Gauausflug bei guter Beteiligung aber schlechtem Wetter auf den Lauenberg bei Onstmettingen statt.

Das 17. Deutsche Turnfest fand vom 21. - 31. Juli 1933 in Stuttgart statt. 600 000 Festbesucher, 150 000 Festzugteilnehmer, 42 000 Turner und 17 000 Turnerinnen bei den Freiübungen. Von der Deutschen Turnerschaft,  unter Edmund Neuendorff  vorbereitet und gestaltet, aber mehr von der SA und dem kurzerhand zum „ Führer“ der Turner ernannten Statthalter von Tschammer und Osten übernommen. So wurde das Deutsche Turnfest 1933 zu einer Heerschau für den Führer Adolf Hitler und zum dramatischen Abgang der Deutschen  Turnerschaft aus ihrer eigenen Geschichte und Bedeutung. (Verlag Limpert Deutsche Turnfeste)

Der Einfluss der neuen Reichsregierung wurde immer größer, es erfolgte die „Gleichschaltung“, die vor allem die Arbeitersportvereine und die DJK. Betraf, deren Mitglieder in die Vereine der Deutschen Turnerschaft übernommen wurden. An die Stelle der Deutschen Turnerschaft mit seinen Turnkreisen und Turngauen trat nun der NS-Reichsbund für Leibesübungen mit seinen Untergliederungen. An die Stelle des Turngaues, zuletzt noch geführt von Fabrikant Wilhelm Müller aus Bisingen als Vorsitzender, letzter Schriftwart war Oberamtspfleger Roller aus Balingen, der letzte Kassenwart war Karl Merkel aus Hechingen und der letzte Oberturnwart hieß Richard Beck aus Ebingen, kam der Turnkreis zwölf.   

Der Turnkreis 12 Zollern im Gau Württemberg der Deutschen Turnerschaft hielt am 10. Februar 1935 in Hechingen im Museumssaal  seine Kreistagung ab. Der Turnkreis 12 bestand zum Berichts-zeitraum aus 72 Vereinen mit ca. 6000 Mitgliedern der Kreise Hechingen, Sigmaringen und dem württembergischen Oberamt Balingen. Die Verantwortlichen des Turnkreises, wie auch des übergeordneten Gaues Württemberg, bauten sehr stark auf die Vereine der Deutschen Turnerschaft, denn sie wussten wohl, dass dieser machtvolle Verband auch für ihre Interessen brauchbar war. Der Schriftwart des Gaues Württemberg  Schneider, der die Grüße des Gauführers überbrachte, sagte: “Die Arbeit der Turnerschaft und ihre Ziele stehen in weitgehender Übereinstimmung mit denen der Bewegung. Voraussetzung für eine fruchtbare Betätigung ist die feste Verankerung der Turner,  der Turnvereine und deren Führer im deutschen Turnertum“.

Problematisch war das Verhältnis zur HJ. Hier erging immer wieder die Aufforderung, sich zu verständigen, mit ihr auf gutem Fuße zu leben, denn sie ist die Staatsjugend, die den Namen des Führers trägt und......(Ende der Aufzeichnung).

Wenn damit ein langer Abschnitt unserer Gaugeschichte schließt, so muss doch festgestellt werden, dass viele Turner aus der Deutschen Turnerschaft auch in diesen Jahren erfolgreich Mitarbeiteten und oft einen unbequemen Weg gehen mussten; um die Ziele der Deutschen Turnerschaft in diese neue Zeitrechnung mit einzubringen. Wir müssen bei der nachträglichen Beurteilung dieser Turner einen gesunden Maßstab anlegen.

Am 28. April 1935 fand in Hechingen ein Mannschaftskampf des Turnkreises Zollern gegen den Turnkreis Achalm statt, den die Zollern-Turner mit 470:439 Punkten gewannen.

Am 11./12. Juli 1935 war der Turnverein Hechingen Ausrichter des 2. Kreisturn-festes des Turnkreises 14 Zollern. 1200 Turnerinnen und Turner; wovon sich 800 zum Wettkampf stellten und 443 mit einem Eichenkranz geschmückt wurden. Der Ablauf war der damaligen Zeit angepasst. 

Am 7. März 1937 fand in Ebingen der 1. Kreistag des Kreises  Zollern XIV statt, der das große Ziel der National-sozialistischen Einheit in den Leibesübungen zu vollziehen hatte. Damit war der Verband „Deutsches Turnen“, soweit dieser bis dahin noch Bestand hatte, gänzlich ausgeschaltet. Der Kreisführerrat und die Vorsitzenden der Fachämter I bis XX, der in dieser Versammlung neu gebildet wurde, umfasste zum größten Teil Personen, die bisher schon wichtige Turn- und Sportämter inne hatten, und die wir auch beim Neuaufbau nach dem Zusammenbruch wieder finden.

Das 1.Kreisfest im Reichsbund für Leibesübungen fand am 31. Juli und 1. Aug. 1937 in Balingen statt. Die Kreis-Gerätemeisterschaft, die am 11. Okt. 1937 in Hechingen ausgetragen wurden, gewann der Vorjahressieger Turnverein Geislingen mit 425 ½  vor Ebingen mit 422 Punkten.

Das 18. Deutsche Turnfest in Breslau 1938. Bei diesem Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau vom 24. bis 31. Juli führten die Turner nicht mehr allein die Regie. Diese lag in den Händen des NS-Reichsbundes für Leibesübungen. In dieser zentralen Sportorganisation des Dritten Reiches waren die Turner, einst ein machtvoller Verband im Lande, zum „Fachamt I für Geräteturnen, Gymnastik und Sommerspiele“ im Reichsbund zusammengestutzt worden. Doch die Form des Breslauer Festes, seine turnerischen Strukturen, wieder mit 150000 im Festzug, diesmal gar mit 500000 auf der Festwiese, mit Wehrmacht, Polizei und Festspiel, war den großen Deutschen Turnfesten nachgestaltet, trug jedoch in seiner Giganterie die Züge der NS-Zeit. (Aus Deutsche Turnfeste)

Die Wiedergründung des Turngaues - Zollern - Schalksburg

 

Nach dem totalen Zusammenbruch, als Folge des 2. Weltkrieges, wurden die Turn- und Sportvereine im Jahr 1945 durch die französische Militärregierung aufgelöst. Ab 1946 wurde die Gründung von Sportvereinen wieder zugelassen, es durfte jedoch hauptsächlich nur Fußball gespielt werden, Turnen war nicht erlaubt. 1948 wurde dann auch die Turnsperre aufgehoben, und es erblühte alsbald neues Leben in den Sportvereinen, und es wurde der Wunsch nach den früheren Organisationsformen laut. 

Am 18. November 1949 konstituierte sich in der Stadtpost in Tübingen der Turnerbund Schwaben, dessen 1. Vorsitzender Heinrich Wörner wurde. Schon wenige Tage später, am 4. Dezember 1949, kamen die Vertreter der Turnvereine Balingen, Bingen, Bitz, Sigmaringen, Meßstetten, Gauselfingen, Margrethausen, Winterlingen, Bisingen, Hechingen, Rangendingen, Burladingen, Ringingen, Gammertingen, Hettingen, Schömberg, Truchtelfingen und Geislingen im Sportheim in Ebingen zu-sammen und beschlossen, den Turngau Zollern-Schalksburg wieder ins Leben zu rufen. So konnten viele Turnvereine, die vorher zwangsläufig in einem Sportverein in der Gemeinde zusammengefasst waren, wieder selbständig werden. Heinrich Wörner hielt nach der Begrüßung durch Kaufmann Wilhelm Gunkel aus Burladingen, der zur Versammlung eingeladen hatte, ein 1 ½ stündiges Referat über Geist und Ideale des Turnens und Friedrich Ludwig Jahn. Auch die folgenden Wahlen leitete Heinrich Wörner in meisterlicher Manier, die folgendes Ergebnis brachten:

1. Gauvorsitzender: Wilhelm Gunkel, Burladingen; 2. Gauvorsitzender Dr. Carl Maier, Bitz; Oberturnwart: Willi Renner, Geislingen; Kassenwart: Franz Rebstock, Margrethausen; Schriftwart Raphael Mayer, Gammertingen; Pressewart Engelbert Pfister, Ebingen.  

Als Fachwarte wurden gewählt: Männerturnen: Gustav Merz, Ebingen; Frauenturnen: Richard Lang, Truchtelfingen und Emma Faigle, Ebingen; Jugendturnen: Christian Gerstenecker, Ebingen; volkstümliches Turnen Wilhelm Jäger, Balingen; Sommerspiele: Dr. Carl Maier, Bitz.

Eine anschließende Sammlung zu Gunsten Notleidender Turner in der Ostzone ergab 68 DM.   

Selbst bei kritischer Durchsicht der vorhandenen Protokolle und Schriftstücke über den Weitergang des Turnens im 3. Reich muss festgestellt werden, dass mit wenigen Ausnahmen dieselben Turner und Turnerinnen, die früher in der Dt. Turnerschaft tätig waren, auch in der Zeit des Reichbundes für Leibesübungen sich für das Turnen einsetzten und viel turnerisches bewahrten und sehr oft auch mit den neu hinzugekommenen Fremd-körpern kritische Auseinandersetzungen führten, um Bewährtes  möglichst lange zu erhalten. Und die obigen Namen beweisen, dass viele davon sich auch beim Nachkriegsaufbau in dankenswerter Weise wieder zur Verfügung stellten.

Der TSV Ebingen, der kurz zuvor als Abteilung I des ASV - Ebingen ausschied und wieder selbständig wurde, übernahm vom 21. – 23. Juli 1950 das erste Gauturnfest nach Wiedergründung des Turngaues und somit das 37. Gauturnfest des  Zollern - Schalksburg - Turngaues. Es wurde eine machtvolle Demonstration der turnerischen Ziele, sowie der ungebrochenen Lebenskraft des Turnens und ein verheißungsvoller Anfang für die kommende Aufbauarbeit. Der TSV Ebingen stellte hierzu alleine eine Vereinsriege mit 400 Teilnehmern.

Der Turnerbund Tailfingen und der Turnverein Truchtelfingen waren dann gemeinsame Ausrichter des 38. Gauturnfestes am 4. und 5. August 1951 auf Langenwand in Tailfingen. Mit einem Festbankett verbunden war gleichzeitig die Einweihung der neuen Sporthalle der Landessportschule. Mit über 2000  Wett-kämpferinnen und Wettkämpfern, von den Schülern bis zum Altersturnen, war es das bisher größte Gauturnfest unseres Turngaues und ist es bis heute geblieben. Der TSV Ebingen kam alleine mit 200 und der TBT und TVT zusammen mit 320 Turnerinnen und Turnern.

Beim Gautag am 12. Nov. 1951 in Hechingen wurde das 39. Gauturnfest nach Geislingen vergeben, wo es am 5. und 6. Juli 1952 stattfand. Nachdem der Kinder- und Schülerbereich  abgetrennt wurde, waren trotzdem noch über 1000 Aktive beim Gauturnfest. Turnfestsiegerin wurde Hilde Motzer TV Bitz und Turnfestsieger Werner Fischer TSV Ebingen.

Nachdem beim ersten Landesturnfest der Nachkriegszeit vom 7.–9. Juli 1950 in Aalen wohl kaum Teilnehmer aus unserem Turngau dabei waren, wurde das zweite vom 1.–3. Aug. 1952 in Schwenningen schon ganz gut besucht und Josef Renner vom TSV Geislingen wurde dabei 1. Landessieger im Olympischen 12-kampf und der TSV Ebingen 1. Sieger in der Vereinsriege Stärkeklasse II. Anlässlich dieses Landesturnfestes schlossen sich die Turnerbünde Nord-Württemberg und Süd-Württemberg zum Schwäbischen Turnerbund zusammen. Das neue STB-Landesbanner wurde unter dem damaligen STB-Vorsitzenden Dr. Wilhelm Obermeyer geweiht.

Der Gautag am 16. Nov. 1952 wurde im Turnerheim in Tailfingen begangen, womit zugleich eine Jahn-Gedächtnisfeier  verbunden wurde.    

Das 1. Gaujugendtreffen unseres Turngaues fand am 7. Sept. 1952 in Lautlingen statt, und es kamen gleich über tausend Schüler und Jugendliche zu den Wettkämpfen. 

Das Jahr 1953 war ein außerordentlich anstrengendes Turnerjahr. Am 17. Mai traf man sich beim Nägelehaus zum Gauwandertag, den der TV Onstmettingen ausrichtete. Zum ersten Mal hatten auch die Turnerinnen ein Gautreffen in Streichen, das mit 250 Turnerinnen beim Wettkampf sehr gut besucht war.

Das 40. Gauturnfest sollte am 4./5. Juli in Burladingen stattfinden, musste aber um eine Woche verschoben werden, da das Festgelände durch wolkenbruchartige Regenfälle überschwemmt wurde. Es fand am 11./12. Juli 1953 statt, wobei 1200 Teilnehmer registriert wurden und 25 Vereinsriegen sich der Bewertung stellten.

Das 2. Gaukindertreffen fand am 26. Juli 1953 in Onstmettingen statt.

Am 2. - 9. August 1953 fand das Deutsche Turnfest in Hamburg statt. Es war das erste nach dem Kriege, das von unserem Turngau besucht werden konnte, nachdem beim ersten Deutschen Turnfest in Frankfurt im Jahr 1948 Teilnehmer aus der französisch besetzten Zone nur illegal  teilnehmen konnten, da das Turnen bei uns noch verboten war.

Am 20. Juni 1954 war das 4. Gau - Frauentreffen in Tailfingen, an dem 240 Turnerinnen teilnahmen. Die Gauwander-ung ging auf den Tierberg. Es nahmen 23 Vereine mit 800 Personen teil.

Das 41. Gauturnfest war zum 50jährigen Vereinsjubiläum in Bisingen. 950 Turner und Turnerinnen waren an den Wettkämpfen beteiligt, 30 Vereine marschierten im Festzug mit. Turnfestsiegerin wurde Ruth Scholz TSV Geislingen und Hubert Seeger TV Hechingen.

Das 3. Gau - Kindertreffen wurde am 25. Juli von der TSG Balingen durchgeführt, an dem 800 Jugendliche bei herrlichem Wetter teilnahmen. Schließlich am 1. Sept. wurde das erste Gau - Alterstreffen mit etwa 70 älteren Turnerinnen und Turnern in Bitz durchgeführt, wo der damalige Gau – Altersturnwart  August Schuhmacher aus Bitz  Regie führte.

Am 16. Jan. 1955 war der Gauturntag im Schwefelbad in Balingen, der in großer Harmonie durchgeführt wurde und bei dem es in der Turngauführung auch keine Wechsel gab. Der Gau-Kinderturnwart Christian Gerstenecker vom TSV Ebingen erhielt dabei den Ehrenbrief des DTB ausgehändigt.

Das 42. Gauturnfest wurde zum 75jährigen Vereinsjubiläum mit Fahnenweihe von der TSG Balingen  ausge-richtet. Es nahmen 35 Gauvereine an der Großveranstaltung teil. Turnfestsieger wurde bei den Turnerinnen Amanda Kleinmann vom TV Hechingen und Werner Fischer vom TSV Ebingen.

Das 4. Gau - Kindertreffen in Truchtelfingen  fand am 17. Juli 1955 statt. Es kamen 900 Jugendliche und Kinder aus 30 Vereinen.

Beim Landesturnfest in Ulm am 28. - 31. Juli 1955 war der Turngau mit 19 Vereinen vertreten, die mit 276 Turnern und Turnerinnen anwesend waren. An den Wettkämpfen nahmen 10000 Wettkämpfer und  -/innen teil, beim Festzug waren 20000 beteiligt.  

Schließlich fand am 18. Sep. 1955 noch das Gau - Alterstreffen in Steinhofen statt.

Das Turnerjahr 1956 begann mit dem Gautag am 15. Januar in Truchtelfingen. Die Gauwanderung ging auf das Zellerhorn, das neue gut gelungene Gaubanner wurde am 23. Juni 1956 mit Fackelzug und Höhenfeuer auf dem Böllat bei Burgfelden würdig geweiht. Der TSV Burladingen stellte dazu die Fahnenabordnung.

Das 5. Gau - Kinderturnfest, erstmals unter dem neuen Gau-Kinderturnwart Heinz Großmann aus Rangendingen, wurde in Burladingen durchgeführt, an dem etwa 600 Kinder teilnahmen.  

Das 43. Gauturnfest des Zollern- Schalksburg Turngaues wurde am 28./29. Juli 1956 in Winterlingen ausgetragen. Der TV Winterlingen feierte gleichzeitig sein 60-jähriges Vereinsjubiläum. Am Samstag beteiligten sich ca. 200 Altersturner und am Sonntag etwa 600 Turnerinnen und Turner der aktiven Klassen an den Wettkämpfen, wobei wieder mal Werner Fischer vom TSV Ebingen und Ruth Scholz vom TSV Geislingen Turnfestsieger wurden.  

1957 fand der Gauturntag am 6. Januar in Schwenningen/Heuberg statt.  Der bisherige Gau-Männerturnwart Gustav Merz vom TSV Ebingen löste Wilhelm Ebner als GauOberturnart  ab. Gau- Männerturnwart wurde Hans Fischer vom TSV Meßstetten. Alle weiteren Gauämter sind unverändert geblieben.

Am 26. Mai ging die Gauwanderung auf den Plettenberg. Das 6. Gau - Kindertreffen übernahm der TSV Schwenningen, das am 14. Juli 1957 durchgeführt wurde. Über 700 Kinder wurden in der Heuberggemeinde bei der Bevölkerung kostenlos zum Mittagessen eingeladen.

Das 44. Gauturnfest wurde am 29./30. Juni 1957 in Truchtelfingen durch den TV Truchtelfingen durchgeführt. Es war das 4. Gauturnfest das der TV T durchführte. Es kamen 35 Vereine mit 2000 Teilnehmern auf den „Bol“ bei 34 Grad im Schatten, und es ließen sich ca. 5000 Zuschauer die Massenfreiübungen beim Festnachmittag nicht entgehen. Turnfestsieger wurden Rita Stingel und Walter Hauser, beide TSV Ebingen.

1958 fand der Gauturntag am 6. Januar in Schwenningen/Baden statt, Das 7. Gaukindertreffen wurde an den SV Dotternhausen vergeben, Es fand am 13. Juli statt. Etwa 700 Kinder nahmen teil. Diese  wurden ebenfalls zum Mittagessen in die Dotternhausener Familien eingeladen.

Das 45. Gauturnfest, das am 14./15. Juni in Lautlingen stattfand, wurde zur Hauptprobe für das Deutsche Turnfest in München. So nahmen an den Wettkämpfen 230 Turnerinnen und Turner, 220 Leichtathleten, 40 Sportfechter und 120 Handballvierkämpfer teil. Die Schwimmwettkämpfe fanden bei einer Wassertemperatur von 16 Grad im Freibad in Ebingen statt. Turnfestsieger wurden Rosa Lang vom TV Truchtelfingen und bei den Männer Willy Boß, TV Onstmettingen und Toni Weimar, TSV Geislingen punktgleich.            

Das Deutsche Turnfest in München vom 20. - 27. Juli 1958 wurde durch unseren Turngau sehr stark besucht, doch konnte ich keine Gesamtzahlen unseres Turngaues finden. Nach München kamen 40000 Teilnehmer aus über 4000 Vereinen. An den Wettkämpfen beteiligten sich 31000 Turnerinnen und Turner.

Gauturntag am 18. Jan 1959 im Turnerheim in Ebingen. Rückblick auf 10 Jahre Arbeit seit der Wiedergründung des Turngaues nach dem Kriege, aber auch Änderungen in der Vorstandschaft standen auf der Tagesordnung. Der Gau-vorsitzende Wilhelm Gunkel gab sein Amt in neue Hände. Fritz Maier aus Winterlingen wurde zum Vorsitzenden gewählt und  Wilhelm Gunkel wurde in Würdigung seiner Arbeit zum Gau-Ehrenvorsitzenden ernannt.  Auch der Gauoberturnwart Gustav Merz gab sein Amt ab und neuer Oberturnwart wurde Karl-Otto-Schwabenthan, der sein bisheriges Amt als Kampfrichterobmann an Erwin Stauß aus Hechingen weitergab. Da die weiteren Gau-Ämter nicht ver-ändert wurden, war die Vorstandschaft wieder funktionsfähig.

Die Gauwanderung ging am 24. Mai 1959 auf den Heersberg.

Zum 50-jährigen Vereinsjubiläum über-nahm der TV Schwenningen am 27./28. Juni 1959 das 46. Gauturnfest mit großem Erfolg und konnte dadurch die neu erbaute Turnhalle vorzeigen, an der der unvergessene Vorsitzende und Ratsschreiber Johann Siber großen Anteil hatte. Teilnehmer aus nahezu 40 Vereinen, auch aus dem Turngau Hohenzollern, beteiligten sich an den Wettkämpfen und am Festzug. Turnfest-sieger wurden Vera Rückert, TB Tailfingen und Heinz Gompper, TG Balingen.

Am 12. Juli 1959 war dann das 8. Gaukindertreffen in Bisingen. Das bisher wohl stärkste Gaukindertreffen. In der Siegerliste sind über 900 Mehrkämpfer verzeichnet. Alle Kinder wurden zu einem privaten Mittagstisch eingeladen.

Vom 24. - 26. Juli 1959 war das Landesturnfest in Heilbronn, das von unserem Turngau sehr gut besucht wurde und wo wir auch einige Landessieger zu verzeichnen hatten. Über 7000 Teilnehmer kämpften bei 35 Grad im Schatten.

1960 fand der Gauturntag am 6. Januar in Geislingen statt. Zum Leistungs-turnwart wurde Karl Renner vom TSV Geislingen gewählt, ansonsten blieb der Gau-Ausschuss unverändert.

Am 22. Mai führte die Gauwanderung auf den Tierberg.

Das 47. Gauturnfest mit Gau - Alterstreffen des Zollern-Schalksburg - Gaues fand in Hechingen am 9./10. Juli  statt. Im neu erbauten Weiher - Stadion verband es der TV Hechingen mit seinem 75-jährigen Bestehen. 850 Teilnehmer an den Einzelwettkämpfen, zuzüglich Vereinsriegenteilnehmer und Ballspieler, fanden lobenswerte Bedingungen. Turnfestsieger wurden Rosa Lang, TV Truchtelfingen und Willy Boß, TV Onstmettingen.

Schon eine Woche später, am 17. Juli fanden sich 1000 Kinder in Rangendingen zum 9. Gau-Kindertreffen ein.

26 Vereine nahmen teil und konnten vom Gau-Kinderturnwart Heinz Großmann in seiner Heimatgemeinde begrüßt werden, die alle von der Bevölkerung liebevoll betreut und verköstigt wurden.

6. Januar 1961, Gauturntag in Tailfingen im Turnerheim. 36 Gauvereine waren anwesend, doch es gelang nicht einen Nachfolger für den 1. Vorsitzenden Fritz Maier zu finden, der nicht mehr bereit war, sein Amt weiterzuführen.

Das 10. Gaukindertreffen übernahm der TV Bitz am 2. Juli 1961. Etwa 1000 Kinder nahmen daran teil, wobei, dank des Bitzers Lehrschwimmbeckens, auch Schwimmen in das Wettkampfprogramm aufgenommen werden konnte.

Am 15./16. Juli war das 48. Gauturnfest in Ebingen in Verbindung mit dem 100-jährigen Jubiläum des TSV Ebingen. Die hervorragende Organisation im Wett-kampfbereich und das Fest, in Verbind-ung mit dem Festspiel. „Ebingen, dir zu Ehren“, machte dieses Gauturnfest zu einem eindrucksvollen Ereignis. Turnfestsieger wurden Rosa Lang vom TV Truchtelfingen und Willi Gompper vom TSV Geislingen.

75 Jahre Turngau  Zollern-Schalksburg. Die Feierstunde hierzu wurde in der Festhalle Balingen am 30. Sept. 1961 gehalten. Die Geschichte des Turngaues, eine Zusammenfassung der vergangenen 75 Jahre, verfasste Bankdirektor i.R. Willy Baur aus Hechingen.

6. Januar 1962, Gautag in Meßstetten. Der Turngau bekommt wieder einen 1. Vorsitzenden. Der bisherige Gauoberturnwart Karl-Otto Schwabenthan wird 1. Gauvorsitzender, Erwin Stauß, der bisherige Gau-Kampfrichter-Obmann für Geräte, wird Gauoberturnwart. Damit ist der Gauvorstand wieder voll funktionsfähig.

Die Gauwanderung führt am 31. Mai nach Burgfelden. Am 1. Juli 1962 findet in Endingen das 11. Gaukinderturnfest statt. 955 Kinder aus 25 Vereinen waren Gäste des TSV Endingen und der ganzen Gemeinde. Alle wurden vortrefflich betreut und bewirtet.

Am 14./15. Juli war das 49. Gauturnfest in Steinhofen. 600 Turnerinnen und Turner traten zu den Wettkämpfen an, bei denen man Spitzenleistungen sehen konnte. Die Schwimmer mussten ins benachbarte Engstlatt. 10 Vereinsriegen traten an. Turnfestsieger wurde Rosemarie Lang, TSG Balingen und Toni Weimar, TSV Geislingen.

Vom 27. - 29. Juli 1962 war das Landesturnfest in Göppingen. 7140 Teilnehmer haben dazu gemeldet. Aus unserem Turngau waren aus 14 Vereinen 200 Teilnehmer anwesend. 

Am 9. Dez 1962, Gauturntag in Margrethausen. Anwesend waren 37 Vereine mit 180 Personen. Die Mitgliederzahl im Turngau hatte mit 4900 Personen einen kleinen Rückgang zu verzeichnen.

Die Gauwanderung am 19. Mai ging auf den Zollersteighof, wo sich trotz Regens eine Anzahl Unentwegter einstellte.

Am 9. Juni 1963 war das 12. Gau - Kindertreffen in Pfeffingen. Die Gau-Kinderturnwarte Frau Helene Wuhrer und Heinz Großmann hatten wiederum hervorragende Vorarbeiten getroffen. Der Regen am Festnachmittag beeinträchtigte leider doch den Ablauf und die Siegerehrung.

Zum 50. Gauturnfest des Zollern-Schalksburg - Gaues traf man sich in Endingen.

Die fast 500 angereisten Turnerinnen und Turner und die Verantwortlichen des Turngaues hatten es schwer, da das gewitterige Wetter einen geregelten Ablauf nicht zuließ. Die Wettkämpfe konnten trotzdem abgewickelt werden. Turnfestsiegerin wurde wieder mal Rosa Lang vom TV Truchtelfingen, Turn-festsieger Herbert Barth vom TV Hechingen.

Das Deutsche Turnfest in Essen vom 15. - 21. Juli 1963 besuchten 118 Teilnehmer -/innen von 14 Vereinen des Turngaues. 

Gauturntag am 8. Nov. 1963 in der Turn- und Festhalle in Onstmettingen. Gau-Kinderturnwart Heinz Großmann wurde verabschiedet und Hugo Lacher TSV Bisingen wurde neu gewählt ebenso Hans Haasis, TSV Ebingen als Altersturnwart.

Mai 1964, Gauwandertag zum Tierberg. 28. Juni 1964 das 13. Gau - Kindertreffen in Steinhofen. 1200 Kinder, eine bisher noch nie erreichte Teilnehmerzahl, und alle hatten einen Platz bei den Steinhofer Bürgern zu einem Mittagessen. Schöne, hervorragend organisierte Wettkämpfe durch den neuen Gau - Kinderturnwart Hugo Lacher und seiner Mitarbeiterin Helene Wuhrer, sowie deren Helferinnen und Helfer.  

Am 11.12. Juli 1964 war das 51. Gauturnfest zum 75-jährigen Vereinsjubiläum des TB Tailfingen. 29 Vereine mit 650 Teilnehmern am Start. Gute Leistungen bei der auch in der Bevölkerung viel beachteten Großveranstaltung. Turnfestsieger wurden Sonja Hönes, TV Hechingen und Hans-Peter Eitel von der TSG Balingen.

Am 13. Sept. 1964 waren 131 Teilnehmer aus 12 Vereinen beim Schwabenbergfest auf der Wanne.

Am 6. Dez. 1964 fand der Gauturntag in Bitz statt. Von 36 Gauvereinen waren 28 anwesend. Der Turngau zählte 4840 Mitglieder.

Die Gauwanderung wurde am 30. Mai 1965 nach Schwenningen/ Baden vergeben.

Das 14. Gau-Kindertreffen richtete der TSV Geislingen am 20. Juni 1965 aus. Es war wiederum ein Teilnehmerzuwachs, nämlich 1246 Kinder, zu verzeichnen, die, wie schon seit Jahren, von der Ein-wohnerschaft zum Mittagessen geladen wurden. Für den Berechnungsausschuss heißen diese Zahlen: „Schwerstarbeit“.

Am 10./11. Juli fand das Gauturnfest in Balingen statt. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  maßen sich in 46 Wettkämpfen. Die Jugend hatte ein Zeltlager am Bebbelt. Dort wurden sie von der Bundeswehr verpflegt. Turnfestsieger wurden Hannelore Schielke vom TSV Ebingen und Heinz Gompper von der TSG Balingen.     

Gauturntag am 5. Dez. 1965 in Tailfingen. 140 Teilnehmer aus 28 Vereinen. Der Turngau zählt nun 36 Vereine mit 5144 Mitgliedern. Die Gauwanderung ging am 22. Apr. 1966 nach Burgfelden.

Das Gaukindertreffen übernahm der TSV Bisingen zur Ausrichtung am 12. Jun. 1966. Es kam die neue Rekordzahl von 1400 Kindern und dazu noch schlechtes Wetter, was die gut vorbereitete Veranstaltung doch wesentlich beein-trächtigte. Der Ruf nach Aufteilung in einen oberen und einen Unteren Bezirk wurde lauter. Zum ersten Mal nach dem Kriege konnte der Gauturntag keinen Verein finden, der das Gauturnfest ausrichten wollte. In späteren Ver-handlungen konnte der TSV Burladingen überredet werden. Er war bereit, ein Turntreffen auszurichten aber ohne den festlichen Rahmen, also ohne Festzelt. So war das 53. Gauturnfest am 24. Juli mit nur ca. 200 Turnerinnen und Turnern ein Ersatz mit allerdings sehr guten Leistungen im sportlichen Bereich.

Zu einer, auch für unseren Turngau, repräsentativen Veranstaltung, mausert sich das „Hasle – Bergfest“ des TSV Gauselfingen vom Turngau Hohenzollern. Am 4. Sept. gingen 213 Mehrkämpfer an den Start und der Turnfestsieger Rolf Stauß kam vom TSV Bisingen.

1967 fand der Gauturntag am 14. Jan. 1967 in der Truchtelfinger Turnhalle statt. Walter Hauser vom TSV Meßstetten wurde zum Gauschriftwart und Stellv. Gauvorsitzenden gewählt.

Die Gauwanderung ging am 7. Mai zum Tierberg bei Meßstetten, wohin 700 Wanderer kamen, die von  den Meßstetter Turnfreunden aufs Beste bewirtet wurden. 

Das 16. Gau-Kinderturntreffen war am 18. Juni in Meßstetten, wozu 1410 Kinder antraten. Während der Wettkämpfe war das Wetter erträglich, beim Festzug und Festnachmittag gingen leider Gewitter-regen nieder.  Ein Gauturnfest wurde wegen des Landesturnfestes nicht durchgeführt.

Das 51. Landesturnfest beging der Schwäbische Turnerbund vom 20. - 23. Juli 1967 in Ebingen. Eine große Leistung für die Stadt und den TSV Ebingen, der für die Durchführung gerade stand. 10000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon 660 aus dem Turngau Zollern-Schalksburg. 12000 Zuschauer waren beim Stadionabend, und der aus Ebingen stammende Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger war beim Festnachmittag anwesend.

Der Gauturntag 1967 war am 2. Dezember in Meßstetten. Der Gau zählte damals 37 Vereine mit 5160 Mitgliedern. Neu gewählt wurde anstelle des ausscheidenden stellv. Gauvorsitzenden Dr. Carl Maier, der Hechinger Bürgermeister Norbert Roth, und Kulturwart des Gaues wurde Rektor Wilhelm Conzelmann vom TB Tailfingen.

Das Deutsche Turnfest in Berlin vom 28. Mai - 2. Jun. 1968 wurde aus unserem Turngau von 230 Teilnehmern aus 16 Vereinen besucht. Etwa 6000 waren es vom STB. Die Teilnehmer des Turngaues fuhren mit mehreren Bussen in gemeinsamer Fahrt nach Berlin. Die Personenkontrollen an der Zonengrenze hinter Bayreuth  waren für uns äußerst schikanierend und dauerten mehrere Stunden und dies auch bei der Rückfahrt. Für die Teilnehmer auch heute noch unvergessen. Das Turnfest selbst zeigte einige neue Wege, so wurde der Spitzensport mit den Deutschen Meisterschaften durchgeführt. Auch wurde zum ersten Mal ein Tag der Leichtathletik gemeinsam mit dem Deutschen Leichtathletikverband  durchgeführt.  67000 Turnfestteilnehmer waren gemeldet.

Das 17. Gaukinderturnfest war dann am 30. Juni in Burladingen. 1071 Kinder aus 25 Vereinen nahmen teil. Der Rückgang von 290 Teilnehmern gegenüber dem Vorjahr war wohl auch auf das ungewöhnlich heiße Wetter zurückzuführen. Die Bundeswehr gab Eintopf aus der Feldküche, welcher nicht nur von den Kindern gegessen wurde.

Das 54. Gauturnfest am 6./7. Juli 1968 wurde in dankenswerte Weise wieder von der TSG Balingen ausgerichtet. Ange-schlossen wurde sogleich auch das Gauschwimmfest. Unter den 400 Teilnehmern aus 25 Vereinen waren 70 Schwimmwettkämpfer. Turnfestsieger wurden Sonja Eckert vom TV Hechingen und Armin Renner vom TSV Geislingen.

Auch das Bergfest auf der Wanne wurde von 13 Vereinen mit 109 Teilnehmern besucht. 

Gauturntag am 7. Dez. 1968  in der Turnhalle in Schömberg. Der Turngau zählt 5384 Mitglieder in 39 Vereinen. Die Bildung einer Turngau-Geschäftsstelle durch Stadtamtmann Wilhelm Weber vom Rathaus in Ebingen wurde beschlossen.  Ein Gau-Leistungsturnwart wurde in Willy Gompper vom TSV Geislingen gefunden.

Die Gauwanderung ging am 18. Mai 1969 nach Bitz, die vom TV Bitz liebevoll vorbereitet wurde, aber leider vom schlechten Wetter beeinträchtigt wurde.

Das 18. Gau-Kinderturnfest zusammen mit den Schwimmwettkämpfen übernahm der TSV Meßstetten am 21./22. Juni 1968. 1349 Kinder aus 23 Vereinen waren anwesend, sie wurden von der Bundeswehr, leider nicht sehr glücklich, verpflegt.

Das  55. Gauturnfest, verbunden mit dem Gauschwimmfest, wurde am 19./20. Juli in Steinhofen begangen. Der TSV Steinhofen hat auf Drängen und Bitten zugesagt. Der Termin war ungünstig, es kamen dann auch nur 316 Teilnehmer. Die Schwimmwettkämpfe wurden in Engstlatt durchgeführt. Erstmals waren Wahlwettkämpfe ausgetragen worden.

Zusammen mit dem STB wurden in Haigerloch am 8./9. Nov. 1969 die Württ. Kunstturnmeisterschaften in der neuen Sporthalle durchgeführt.

Gauturntag am 29. Nov. 1969 in Hechingen. Der langjährige und ver-dienstvolle Gaukassenwart Franz Rebstock wurde Ehrenkassenwart und sein Nachfolger wurde Gerhard Baumann vom TV Truchtelfingen. Weiter wurde Dieter Baier von der TG Schömberg der neue Gau-Leistungsturnwart.

Die Gauwanderung am 24. Mai 1970, ging nach Tailfingen. Weil in diesem Jahr in Ludwigsburg das Landesturnfest stattfand, wurde am 21. Juni in Hechingen das 56. Gauturnfest als Gauturntreffen durchgeführt als Probelauf für Ludwigsburg. Die Teilnahme im Turnbereich war mit 170 Teilnehmern sehr gering.

Das  19. Gaukinderturnfest am folgenden Sonntag, den 21. Juni im Hechinger Weiherstadion, war dann mit 1200 Teilnehmern sehr gut besucht. Die Schwimmwettkämpfe hierzu fanden in Jungingen statt. Der Festauftakt in der Stadtmitte und im Museumssaal wurde als bisher bester Beginn gewertet.

Das Landesturnfest vom 16.-19. Juli 1970 in Ludwigsburg wurde von 295 Teilnehmern unseres Turngaues aus 14 Vereinen besucht. Der für den TSV Ebingen startende japanische Meister 1969 an den Ringen Yoshiaki Konishi gewann den Geräte-Sechskampf auf Bundes- und Landesklasse  überlegen mit 56,00 Punkten vor Karl Eronen, MTV Stuttgart. Rudolf Spieth war damals Vorsitzender des STB.

Gauturntag am 28. Nov. 1970 in Margrethausen.

Die Gauwanderung ging am 23. Mai 1971 zum Schützenhaus nach Margrethausen. Trotz kalten Wetters war sie gut besucht.

Am 12./13. Juni 1971 fand das 20. Gaukinderturnfest in Ebingen statt. Mit über 1300 Kindern war diese Groß-veranstaltung sowohl von den Gauver-antwortlichen, wie auch vom TSV Ebingen aus bestens vorbereitet.

Das folgende 57. Gauturnfest am 19./20. Juni 1971 in Meßstetten war von fast 300 Teilnehmern besucht. Das Gerätturnen musste kurzfristig wetterbedingt in die Halle verlegt werden. Der Festnachmittag konnte im Freien durchgeführt werden, doch fehlen immer mehr die ausführenden Turnerinnen und Turner. Zum ersten Mal wurden Jedermannwettkämpfe ausgeschrieben, die auf Anhieb von 75 Teilnehmern beschickt wurden.   

Das Gaualterstreffen in Endingen am 29. August war gut vorbereitet, doch schwach besucht.

Beim Gauturntag am  27. Nov. 1971 in Rangendingen waren  80 Mitglieder aus 25 Vereinen  anwesend.

Ab April 1972 wurde die Turngau - Geschäftsstelle vom Rathaus Ebingen in das Rathaus Hechingen verlegt. Neuer Geschäftsführer wurde der Leiter des Hauptamtes Erwin Hegele. Diese Verlegung geschah mit Billigung des Hechinger Bürgermeisters Norbert Roth, der auch stellv. Turngauvorsitzender ist.

Die Gauwanderung führte nach wetterbedingter Verlegung am 18. Mai 1972 auf den Böllat nach Burgfelden.

Zum 21. Gaukinderturnfest am 17./18. Juni 1972 in Rangendingen, zum 50-jährigen Vereinsjubiläum und der Ein-weihung des neuen Schulsportplatzes, kamen über 1300 Kinder aus 25 Vereinen. Bei herrlichem Wetter und guter Vorbereitung durch die Gaukinderturnwarte Hugo Lacher und Erika Schöller und dem rührigen SV Rangendingen. Nach mehreren Jahren Pause wurden alle Kinder wieder zum Mittagessen in die Rangendinger Familien eingeladen.

Das 58. Gauturnfest fand am 23. Juli 1972 in Steinhofen statt. 294 Wettkampfteilnehmerinnen und Teil-nehmer, dazu kommen Kampfrichter, Helfer und Betreuer dann ist die Zahl von 500 Mitwirkenden voll.

Gauturntag am 2. Dez. 1972 in Balingen - Endingen. Bestandserhebung 1971 = 40 Vereine, 6351 Mitglieder.

Am Gauwandertag  am 31. Mai 1973 wiederum nach Burgfelden und wieder bei schlechtem Wetter, beteiligten sich immerhin 14 Vereine mit 208 Teilnehmern.

Am 20. Juli 1973 findet in Hechingen eine Besprechung über Fragen der Gebietsreform statt. Thema Zusammenschluss der Turngaue Achalm und Zollern-Schalksburg.

Teilnehmer: Carlotto Schwabenthan und Erwin Stauß vom TG Zollern-Schalksburg, Fritz Schäberle, Kurt Deile vom TG Achalm und Volkmar Framenau und Fritz Häfner vom STB.

Ergebnis der Besprechung:

1.  Der TG Achalm und der TG Zollern-Schalksburg bleiben nebeneinander bestehen.

2.  Der TG Achalm umfasst das Gebiet der politischen Kreise Tübingen und Reutlingen;

    der TG Zollern-Schalksburg das des Zollernalbkreises. Turn- und Sportvereine aus Gemeinden dieser Kreise sollten durchweg dem entsprechenden Turngau angehören.

 

Das 22. Gaukinderturnfest wurde kurzfristig vom TSV Burladingen zurückgegeben. Es gelang den TB Tailfingen ebenso kurzfristig zur Übernahme des Festes zu überreden. Am 8. Juli 1973 wurde ein neuer Teilnehmerrekord verzeichnet. Mit 1389 Kindern wurde es das bisher größte Kinderturnfest. Erstmals wurden auch Plaketten an Stelle der bisherigen Eichensträußchen vergeben, was auch bei den Kindern positiv aufgenommen wurde.

Der Turngau verzichtete auf ein Gauturnfest zu Gunsten des Deutschen Turnfestes, das vom 12. - 17. Juni 1973 in Stuttgart stattfand.  15 Vereine aus unserem Turngau waren dabei. Unter den etwa 60 000  Festteilnehmern waren etwa 3000, die bereits vor 40 Jahren 1933 ebenfalls dabei waren.

Gauturntag am 15. Dez. 1973 in Schömberg. (Der Gauturntag musste um eine Woche wegen des Fahrverbots anlässlich der Ölkrise verschoben werden.)

Der Gauwandertag führte am 19. Mai zum Wasserturm nach Meßstetten.

Das 53. Landesturnfest in Biberach vom 6. - 9. Juni 1974. Unter den über 11 000 Teilnehmern waren 475 aus 15 Vereinen unseres Turngaues, dazu kommen noch fast 50 Frauen zur Festgymnastik am Festnachmittag. Der TV Bitz stellte eine Vereinsriege mit 78, der TSV Ebingen mit 63 und der TV Truchtelfingen mit 48 Teilnehmern.

Beim TSV Bisingen fand das 59. Gau-turnfest und das 23. Gaukinderturnfest am 22. und 23. Juni 1974, statt. 22 Vereine mit 244 Teilnehmern beteiligten sich am Gauturnfest, und wiederum war ein Teilnehmerrekord beim Gaukinder-turnfest mit 1574 Kindern zu verzeichnen. Diese Teilnehmerzahl, und dies bei nicht gerade schönem Wetter, brachte die Verantwortlichen wirklich an  die  Grenze  des Machbaren.

Gauturntag am 30. Nov. 1974 in Schwenningen/Heuberg. Als 2. Stellv. Gauvorsitzender wird Bürgermeister Waizenegger aus Schömberg gewählt. Dem Turngau gehören jetzt 48 Vereine mit 7366 Mitgliedern an.

Am 8. März 1975 wird im Turnerheim Ebingen der 1. Gaujugendturntag abgehalten. Es waren 12 Vereine mit 36 Teilnehmern anwesend.

Dem Gaujugendausschuss gehören an: Der Gaukinderturnwart und -/wartin, Gaujugendwart und -/wartin. Ein Fachwart für Öffentlichkeitsarbeit und weitere Personen, die durch Wahl berufen werden.

Die Gauwanderung ging am 11. Mai nach Burgfelden, dort versammelten sich 314 Wanderer, die vom TV Burgfelden bestens betreut wurden.

Am 7./8. Juni war das 60. Gauturn- und Schwimmfest in Ebingen. Zum ersten Mal war das Geräteturnen in Hallen. 16 Vereine mit 353 Teilnehmern und 6 Faustballmannschaften waren im Wett-kampf. Dazu kamen beim Festnach-mittag 88 Frauen zu einer Stabgymnastik.

Das 24. Gaukinderturnfest in Burladingen am 21./22. Juni brachte noch mehr Teilnehmer wie im Vorjahr. 589 Jungen und 995 Mädchen, also 1584 Teilnehmer waren in Burladingen zu Gast. Diese hohen Teilnehmerzahlen garantieren auch ein imposantes Bild am Festnachmittag mit bunter Wiese und vor allem beim Schlusstanz.

Gauturntag am 29. Nov. 1975 in Albstadt-Pfeffingen. Mitgliederstand 48 Vereine, 7971 Mitglieder, keine wesentlichen  Veränderungen im Gauausschuss.

An der Gauwanderung am 30. Mai 1976 nach Meßstetten zum Wasserturm nahmen 355 Wanderer aus 10 Vereinen teil. Ein hervorragend besuchtes Pfingstzeltlager fand in Streichen statt. 202 Teilnehmer waren anwesend. Hier gebührt dem Vorsitzenden Carlotto Schwabenthan und seiner Familie großer Dank. 

Das 25. Gaukinderturnfest in Balingen-Endingen war von 1455 Kindern besucht. Das schlechte Wetter hielt doch viele vom Mitmachen ab, denn es waren über 1700 Kinder gemeldet.

Das 61. Gauturnfest wurde am 4./5. Juni 1976 in Hechingen durchgeführt. 297 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer folgten der Einladung. Die Geräte- und Gymnastikwettkämpfe wurden in Hallen durchgeführt. Und trotz des guten Stadions sind 80 gemeldete Wettkämpfer -/innen nicht angetreten, woran wohl auch das schlechte Wetter schuld war. Am gelungenen Festnachmittag nahmen 150 Frauen aus dem Gaugebiet an einer Ballgymnastik teil.

Der Gauturntag fand am 27. Nov. 1976 in Albstadt-Tailfingen statt. Der Turngau  zählt 45 Vereine mit 8273 Mitgliedern. In der Aussprache über die durchgeführten Veranstaltungen wurde in besonderer Weise dem langjährigen Berechnungs-obmann Hermann Eppler vom TV Bitz gedankt. Bei den großen Veranstaltung-en, wie bei den vielen Wettkämpfen im Gaubereich  über das Jahr hindurch, ist er mit einigen Getreuen immer wieder verantwortlich für die möglichst rasche Berechnung der Punkte und Ränge zur  Siegerehrung.

Die Gauwanderung führte nach Margrethausen zum Schützenhaus. Bei kaltem und unfreundlichem Wetter kamen doch 384 Teilnehmer aus 10 Vereinen.

Das Pfingstzeltlager in Rangendingen war ein voller Erfolg, auch für die ver-antwortlichen Leiter Hans Schaffroth SV Rangendingen und Gabriele Rall TSV Ebingen.

Am 9./12. Juni 1977 folgte das Landesturnfest in Heidenheim, das vom Turngau von 441 Wettkämpfern aus 15 Vereinen besucht war. Dazu kamen noch am Festnachmittag 80 Frauen zur Festgymnastik. 13000 Teilnehmer aus 512 Vereinen verlangten auch von den Organisatoren Höchstleistungen.

In Albstadt-Lautlingen wurde zum 75jährigen Vereinsjubiläum das 26. Gaukindertreffen durchgeführt. 1538 Kinder aus 29 Vereinen kamen zu dieser gelungenen Großveranstaltung, die vor allem auch in der Bevölkerung  großen Anklang fand.

Das Kunstturnen verzeichnet seit einigen Jahren schon einen erfreulichen Aufstieg im Turngau Zollern–Schalksburg, sowohl im männlichen wie im weiblichen Bereich. In den Vereinen Balingen, Ebingen, Geislingen, Hechingen, Meßstetten,  Schömberg, Truchtelfingen und Tailfingen sind wirklich gute Trainer vorhanden, die beachtliche Erfolge auch auf Württembergischer Landesebene erzielen konnt-en.

Gauturntag am 26. Nov. 1977 in Meßstetten/Festhalle. Die würdige Totenehrung gedachte in diesem Jahr dem Initiator zur Wiedergründung des Turngaues Zollern-Schalksburg nach dem Kriege, dem Ehrenvorsitzenden Wilhelm Gunkel aus Burladingen. Neuer Gaukassenwart wurde Helmut Bleibler vom TSV Meßstetten, Gerhard Baumann wurde würdig verabschiedet.

Zur Gauwanderung nach Schwenningen/Baden zum Fernmeldeturm kamen trotz schwerer Regenfälle 88 Teilnehmer aus 6 Vereinen.

Am 1. Jun. 1978 fand das 27. Gaukinderturnfest in Bisingen, vom TSV Steinhofen im Schulzentrum Bisingen durchgeführt, statt. Statistik: 1386 Teilnehmer, 211 Kampfrichter, 100 Riegenführer, Turnwarte und Helfer, 15 Berechnungsleute.

Das 25. Deutsche Turnfest in Hannover vom 30. Jul. – 5. Aug. 1978. Zum ersten Mal half der „Turnbruder Computer“ auch für die Berechnung und Zusammenführung der Wahlwettkämpfe. Leider am Schluss dann ohne gemeinsame Siegerliste und auch ohne Siegerurkunden wie man dies bisher gewohnt war. Der „Hit“ des Festes war der „Tuju-Treff“ mit 50000 Teilnehmern.

Trotz Deutschem Turnfest auch das 62. Gauturnfest am 20. Aug. 1978 in Schömberg. Eingeladen waren auch die Nachbarturngaue Schwarzwald und Achalm. Teilgenommen haben  ZS = 245,  Schw. = 104, A = 48 Wettkämpfer. Es war ein Test der auch für kommende Gauturnfeste weiter verfolgt werden sollte. Es hat sich aber auch später gezeigt, dass der Versuch von den Wettkämpfern nur spärlich angenommen wurde.

Gauturntag in Balingen-Endingen am 25. Nov. 1978. Der Turngau zählt 49 Vereine mit 8832 Mitgliedern.

Die Totenehrung war in diesem Jahr ganz besonders dem Gauehrenkinderturnwart Christian Gerstenecker gewidmet, der 1894 als 14jähriger in den TSV Ebingen eintrat und von 1922 bis 1965 als Jugend- und Kinderturnwart im Verein, und viele Jahre auch im Turngau, tätig war. Als neue Gaujugendturnwartin wurde Monika Faulhaber vom der TG Schömberg gewählt.

Die Gauwanderung ging  am 27. Mai 1979 zum Römerstein nach Geislingen, wo sich 311 Teilnehmer aus 9 Vereinen bei wenig einladendem Wetter versammelten. Entsprechend schnell löste sich die Gemeinschaft wieder auf.

Zum 28. Gaukinderturnfest in Albstadt, dessen Ausrichter der TV Truchtelfingen war, versammelten sich 1012 Mädchen und 454 Buben, also 1466 Teilnehmer aus 22 Vereinen. Eine Sonderver-anstaltung zum „Jahr des Kindes“ musste wegen des schlechten Wetters ausfallen. Trotzdem eine lobenswerte Vorstellung des TV T im Wettkampf, bei den Vorführungen am Festnachmittag und in der Organisation des ganzen Festab-laufes.

Das 63. Gauturnfest am 14./15. Juli 79 in Bisingen. Es beteiligten sich 487 Wett-kämpfer aus 18 Vereinen, wovon 3 Vereine aus dem TG Achalm kamen. 135 Schwimmer waren für den Gauschwimwart Hans Malschützke eine kaum zu bewältigende Arbeit. Auch beim gelungenen Festnachmittag waren wieder 80 Turnerinnen aus Hechingen, Bitz, Jungingen und Steinhofen zugegen. Den Gymnastinnen von Truchtelfingen gebührt besonderer Dank für ihre Vorführungen. Ebenso aber auch Heide-Rose Hauser und Ingrid Mehl. Wettkampfgymnastik wird z. Zt. in den Vereinen TV Truchtelfingen, TSV Ebingen, TV Onstmettingen, TV Schwenningen und SV Ratshausen mit Erfolg betrieben.

Am 24. Nov. 1979 ist Gauturntag in Bisingen. Mitgliederstand 49 Vereine mit 8836 Mitgliedern. Im Jahr 1980 stehen vier Vereinsjubiläen an:  100 Jahre TSG Balingen und 75 Jahre die Vereine TSV Laufen, TV Streichen und TB Pfeffingen.

Die Gauwanderung ging am 18. Mai 1980 nach Meßstetten.

Das 29. Gaukinderturnfest wurde am 29. Juni 1980 durchgeführt. Was tun, wenn sich ein Verein mit Festzelt, Verpflegung, Geräten und allen notwendigen Utensilien ausgestattet hat und 1500 Kinder im Anfahren sind und es regnet und regnet und hört nicht auf. Der Platz ist überschwemmt, das Festzelt überfüllt. Das Schlechtwetterprogramm fordert, dass alle Geräteturner-/innen und Gymnastinnen in Hallen kommen müssen. Den Transport der Wettkämpfer übernehmen anwesende Busfahrer. Die Leichtathletik Wettkämpfe wurden 2 Wochen später nachgeholt. Ein Turnfest, das die Verantwortlichen im Verein und im Turngau möglichst schnell vergessen sollten.        

Ein Gauturnfest wurde nicht durchgeführt, da vom 12.–15. Juni 1980 das Landesturnfest in Waiblingen durchge-führt wurde. 435 Teilnehmer-/innen waren aus unserem Turngau dabei, dazu kamen noch einmal 50 Gymnastikfrauen zur Festgymnastik am Festnachmittag.  Die Teilnahme an Landesturnfesten von Turnern und Turnerinnen aus dem Turngau ist mittlerweile mehr als doppelt so hoch wie bei den heimischen Gauturnfesten.

Der „Besondere Wettkampf“ wurde in Waiblingen eingeführt.

Gautag am 29. Nov. 1980 in Geislingen. Gabriele Rall schied als Gaujugendwartin aus und konnte leider nicht ersetzt werden; ebenso der Männerturnwart Hans Schaffroth. Erstmals konnte kein Verein für das Gaukinderturnfest gewonnen werden.

Die Gauwanderung im Mai 1981 ging nach Meßstetten. Es kamen 219 Teilnehmer aus 8 Vereinen.

Das STB-Pfingstzeltlager auf dem Geiselstein bei Geislingen/Steige wurde von 76 Jugendlichen aus dem Turngau besucht.

Am 20. Juni 1981 versuchte unser Turngau das Gauturn- und Schwimmfest unter der Federführung des Turngaues Achalm in Bodelshausen durchzuführen. Die Schwimmwettkämpfe fanden im Hallenfreibad in Hechingen statt. Die Resonanz in unserem Turngau war nicht sehr groß, da die Gleichbehandlung vor allem in der Siegerliste nicht gegeben war.

Das 30. Gaukinderturnfest konnte bei der TSG Balingen schließlich doch untergebracht werden. Balingen hat sich schon mehrfach in dankenswerter Weise bereiterklärt, sonst nicht unterzu-bringende Veranstaltungen kurzfristig zu übernehmen. Der mögliche Termin am 31. Mai 1981 war zwar nicht günstig, aber es kamen doch 1202 Teilnehmer-/innen. Ein Schauturnen in der Innenstadt eröffnete bei schönem Wetter die lustigen Spiele durch die TSG Mädchen. 

Der Gauturntag am 5. Dez. 1981 war in Burladingen in der Firma Ambrosius Heim. Eine Satzungsänderung zwecks Einführung des Präsidialsystems wurde angenommen. Präsident wurde der bisherige 1. Vorsitzende Carl-Otto Schwabenthan, Vizepräsidenten die bisherigen Stellvertreter Norbert Roth und Berthold Waizenegger. Zum Gauturnwart wurde Hermann Hanke vom TSV Endingen gewählt.

Zur Gauwanderung am Zollerberg am 23. Mai 1982, durch den TSV Steinhofen ausgerichtet, kamen 13 Vereine mit 213 Teilnehmern.

Am 19./20. Juni 1982 fand das 31. Gaukinderturnfest in Rangendingen statt. 1194 Kinder kamen in die Sportanlagen bei der Turnhalle im Schulzentrum. Bei sprichwörtlich schönem Rangendinger Festwetter eine gelungene Sportveranstaltung.

Der 4. Sept. 1982, zwar ein später Termin für das 64. Gauturnfest. aber von der Beteiligung her eine Schande für die Turnerei. Bei schönem Wetter und guter Vorbereitung durch den gastgebenden Verein TSV Endingen waren ca. 100 Teilnehmer einfach eine Beleidigung. Damit wird jedem Verein, die Lust etwas zu riskieren, genommen.

Gautag am 27. Nov. 1982 in Rangendingen Sportheim. Der Turngau zählt 9413 Mitglieder, sonst keine Veränderungen. Am 15. Mai 1983 ging die Gauwanderung zum Kaiserstein bei Geislingen.

Am 11./12. Juni 1983 wurde das 65. Gauturnfest und das 32. Gaukinderturnfest in Albstadt - Onstmettingen begangen. Eine mustergültige Vorbereitung durch den TV Onstmettingen. Gutes Wetter und eine gelungene Festeinstimmung in der Ortsmitte am Vorabend der Wettkämpfe. Beim Gauturnfest 150 Teilnehmer, 50 Schwimmer-/innen. Beim Gaukinderturnfest 1140 Teilnehmer-/innen, ein schöner Festzug  und ein gelungener Festnachmittag.

Deutsches Turnfest in Frankfurt/Main vom 26. Jun. - 3.Jul. 1983. Ein lockeres, ein zunehmend farbenfrohes Turnfest mit 65 000 Teilnehmern.  Vom Turngau ZS waren 178 Teilnehmer -/innen aus 9 Vereinen mit dabei. Bundeskanzler Kohl zu Beginn in der Paulskirche, und Bundespräsident Karl Carstens am Schluss im Stadion, geben dem Fest die Ehre.

Gauturntag am 25. Nov. 1983 in Schömberg-Schörzingen, Hohenberghalle. 57 Vereine sind nun Mitglied im Turngau und die Mitgliederzahl über-sprang die 10 000 Grenze mit 10086 Mitgliedern.

Die Gauwanderung ging am 3. Jun. 1984 nach Schömberg zum Palmbühl.

Zum 100jährigen Jubiläum des Turnverein Hechingen wurde das 33. Gaukinder- und Jugendturnfest über-nommen. Es sollte der Abschluss  einer gelungenen Sport-Festwoche, mit einer Ausstellung im Rathaus, werden. 1563 Kinder und Jugendliche sind zu einem herrlichen Wettkampftag in die Hechinger Hallen und in das schön gelegene Weiherstadion gekommen, wo dann auch ein gelungener Festnachmittag mit einigen tausend Zuschauern  stattfand.

Vom 28. Jun. - 1. Jul. 1984 findet das Landesturnfest in Ulm statt. Unter den 20000 Teilnehmern waren 540 aus 15 Vereinen des Turngaues ZS. Michael Fecker von der TSG Balingen wurde 1. Sieger im Deutschen 6-Kampf der Jugend B und Bernd Bross von der TG Schömberg Landessieger im Wahlwett-kampf. Am Festnachmittag waren auch die Gymnastikdamen von Ebingen, Hechingen und Meßstetten unter den 2000 Frauen bei der Vorführung im Stadion.

Gauturntag am 30. Nov. 1984 in Albstadt-Truchtelfingen. Als 3. Vizepräsident des Turngaues wurde Albert Buss von der TSG Balingen gewählt. Die Gauwanderung nach Burgfelden am 2. Juni 1985 war mit 372 Teilnehmern aus 15 Vereinen gut besucht.

Das 34. Gaukinderturnfest, verbunden mit dem Gaujugendturnfest, richtete die TSG Balingen am 30. Juni 1985 im Stadion in Endingen aus, weil das Au-Stadion gesperrt war. Eine gelungene Ein-stimmung in der Fußgängerzone in Balingen fand regen Beifall und Zustimmung. Das Gaukinder- und Jugendturnfest war mit 1441 Teilnehmern-/innen wieder sehr gut besucht.

Am 7. Okt. 1985 versuchte die Frauenführung des Turngaues mit Ingrid Mehl, Marga Pappke, Heide-Rose Hauser und Elli Klaffschenkel einen Frauentreff in der Hohenberghalle in Schörzingen durchzuführen. Mit 16 Vereinen und 140 Frauen war dieser Versuch gleich Viel versprechend. Marga Pappke erläuterte was der Frauentreff soll, nämlich sich besser kennen lernen, motiviert werden, um in die Gruppengymnastik besser einsteigen zu können.

Gauturntag am 29. Nov. 1985 in Burladingen in der Aula des Gymnasiums. Der Turngau zählt 59 Vereine mit 10761 Mitgliedern. Der STB zählt 1537 Vereine mit 432446 Mitgliedern. Es folgt das Jahr zum 100-jährigen Jubiläum des Turngaues Zollern-Schalksburg.

Am 18. Apr. 1986 fand eine große Sportschau im Albstadt-Tailfingen in Verbindung mit dem am 19. Apr. 1986 stattfindenden Landesturntag des Schwäbischen Turnerbundes in Balingen statt.

Die Gauwanderung ging am 25. Mai 1986 nach Meßstetten zum Wasserturm.

Das 66. Gauturnfest fand am 7. Juni in Albstadt-Ebingen statt und am 8. Juni das 35. Gaukinderturnfest. Die Großveranstaltung stand im Zeichen des 125-jährigen Vereinsjubiläums des TSV Ebingen und zum 100-jährigen Jubiläum des Turngaues. Erstmals wurde unter Einsatz des Computerclubs Albstadt die Berechnung der Punktwertungen vorgenommen. Über 1600 Personen-daten mussten eingegeben werden. Weil noch kein passendes Programm im Handel erhältlich war musste dieses gefertigt  werden. Das Ergebnis war erstaunlich gut, jedoch noch verbesserungsfähig.

Weil der Wettkampf bei schlechtem, vor allem kaltem Wetter stattgefunden hat, waren die Ebinger Hallen gefragt und sehr von Nutzen. Der Festnachmittag konnte im Stadion stattfinden. Bei der Siegerehrung wurden Jubiläumsplaketten ausgegeben, die auf beide Jubiläen hinwiesen.

Am 25. - 29. Juni 1986 fand dann das schönste Landesturnfest in Friedrichshafen statt, das der STB je durchgeführt hat. Der Grund dafür war einfach die Stadt, das schöne Wetter und der Bodensee. Die Teilnahme von 23 Vereinen und 758 Turnerinnen und Turner aus unserem Turngau war ebenso einmalig. Das bisherige Rekordergebnis war 22000 Teilnehmer und 12000 Wahlwettkämpfer.

Zum 2. Frauentreff am 27. Sept. 1986 in Hechingen-Stetten kamen aus 13 Vereinen über 100 Frauen, wobei viele recht gute Vorführungen gezeigt wurden.

Gautag, am 28. Nov. 1986 in Bitz. 59 Vereine mit 10634 Mitgliedern. Erwin Stauß erhält ein Geschenk zum 25-jährigen Jubiläum als Gauoberturnwart. Wilfried Hauser wird Vizepräsident für den ausscheidenden Albert Buss.

Am 17. Mai 1987 geht die Gauwanderung nach Ebingen. Es kommen 10 Vereine mit 260 Teilnehmern auf den Sportplatz Mazmann. Verbunden mit dem Spielfest des TSV Ebingen.

Vom 31. Mai - 7. Jun. 1987 ist das Deutsche Turnfest in Berlin. Über 600 Teilnehmer aus unserem Turngau sind dabei. Beim Festzug trägt der Turngau ein Bild der Zollerburg mit, das von den Turnern in der Gardeuniform der Bürgergarde Hechingen getragen wurde. 120000 Turnfestbesucher-/innen  aus über 4800 Vereinen. Jeder Verein bekam eine kleine Eiche mit als Erinnerung an die geteilte Stadt zum verpflanzen als Andenken in der Heimat.

Am 28. Jun. 1987 übernahm der TSV Ebingen noch einmal das Gaujugend- und 36. Gaukinderturnfest. Es beteiligten sich wiederum 1235 Kinder und Jugendliche an einer eindrucksvollen Ver-anstaltung. Der Einsatz des Computerclubs Albstadt war wieder eine große Hilfe. 1770 Personen waren gemeldet.

Am 14. Nov. 1987 fand das 3. Gaufrauentreffen in Albstadt-Laufen statt. Gute 200 Frauen kamen, und einige Gruppen traten zu Vorführungen an.

Wenig angesprochen in dieser Chronologie wurde bisher die große Aufbauarbeit der Frauenführung unseres Turngaues im Bereich Gymnastik und Rhythmische Gymnastik was nun doch eine berechtigte Würdigung erfahren soll. Unser verhältnismäßig kleiner Turngau ist bei der Gymnastik kein Kleiner dank der Vereine  in Albstadt-Ebingen, Albstadt-Truchtelfingen und Albstadt-Tailfingen, um nur die wichtigsten zu nennen. Der TV Truchtelfingen erreichte den 1. Platz in der M 9 und trat auch in der M 10 als einzige Mannschaft im STB an.

Gauturntag am 27. Nov. 1987. Bestand: 62 Vereine mit 11636 Mitgliedern. Gauoberturnwart Erwin Stauß gibt sein Amt nach 26-jähriger Tätigkeit auf. Nachfolger wird der bisherige Vize-präsident Wilfried Hauser. Stauß wird zum Gauehrenoberturnwart ernannt und gleichzeitig zum Vizepräsidenten für Kultur. Neue Gymnastikwartin wird Doris Bitzer vom TSV Lautlingen.

Die Gauwanderung ging am 15. Mai 1988 nach Rangendingen, wo leider nur 130 Wanderer aus 6 Vereine ankamen.

Am 11. Jun. 1988 wurde der Tag der Gymnastik in Tailfingen mit einer guten Veranstaltung begangen.

Das 67. Gauturnfest und das 37. Gaukinderturnfest war am 10. und 11. Sept. 1988 in Burladingen. Eine Großver-anstaltung zum 125-jährigen Vereins-jubiläum auf den neu erbauten Sportgeländes im Tiefental. 

Das 4. Gaufrauentreffen in Engstlatt am 12. Nov. 1988.

Der Gauturntag war am 19. Nov. 1988 in Bisingen in der Hohenzollernhalle. Dar Gau bestand aus 61 Vereinen mit 11437 Mitgliedern. Als Turngau-Vizepräsident, und gleichzeitig Verbindungsmann zu den Schulen, wurde Rektor Jochen Lottermoser vom TV Onstmettingen gewählt. Die Gaujugendturnwartin wurde Helga Mey von TSV Ebingen.

Am 2. April 1989 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit überraschend unser Turngaupräsident Carlotto Schwabenthan an einem Krebsleiden. Zur Beerdigung am 5. April auf seinem Heimatfriedhof in Streichen kamen viele Vertreter des Sports aus der näheren und weiteren Umgebung. Das Präsidium des Schwäbischen Turnerbundes und seine Kollegen Turngauvorsitzenden waren alle da. Die Vereine des Turngaues kamen meist mit Fahne, um ihrem langjährigen und verdienstvollen Präsidenten in besonderer Weise zu gedenken und zu danken. Der Ehrenpräsident des Schwäbischen Turnerbundes Alfred Entenmann und der Vizepräsident Erwin Stauß vom Turngau hielten die Traueransprachen.         

Bereits am 24. April war die Wahl des neuen Turngaupräsidenten. Erwin Stauß aus Hechingen, der langjährige Gauoberturnwart und jetzige Vizepräsident erhielt das einstimmige Vertrauen.

Die Gauwanderung ging am 7. Mai 1989 nach Schömberg zum Palmbühl./Kaps.

Das 38. Gaukinderturnfest fand in Albstadt-Ebingen am 4. Jun. 1989, mit der gewohnt guten Vorbereitung von Seiten des TSV Ebingen und des Computerclubs Ebingen statt.

Am 10. und  11. Juni 1989 fanden in der Tailfingen Zollernalbhalle die Deutschen Meisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik statt. Die vom Deutschen Turnerbund ausgeschriebene sehr gute Veranstaltung wurde vom TV Truchtelfingen ausgerichtet.

Vom 26. Jun. bis 2. Jul. 1989 war das Landesturnfest in Heilbronn. Mit 18 000 Teilnehmern war es wieder größer als die Vorgängerfeste. Aus dem Turngau kamen 534 Teilnehmer -/innen aus 22 Vereinen.

Der zum 2. Mal durchgeführte Stauseepokal der TG Schömberg in der Sporthalle in Dotternhausen wurde gleichzeitig zum Gedächtnispokalturnier für den verstorbenen Turngau-Präsidenten Carlotto Schwabenthan.

Am 11. Nov. 1989 war das 5. Gaufrauentreffen in der Turnhalle in Winterlingen. 400 Frauen gestalten  einen Festnachmittag unter dem Motto „Mir send narret“!

Der Gauturntag am 22. Nov. 1989 in Burladingen in der Stadthalle.  60 Vereine und 11297 Mitglieder zählte die Bestandserhebung des laufefenden Jahres. Die Totenehrung galt nochmals in besonderer Weise Carlotto Schwabenthan.

Am 20. Mai 1990 versammelten sich die Gauvereine in Schwenningen/Heuberg. Von dort aus ging die Wanderung nach einer neuen Konzeption in das Donautal. Diese neue Form wurde allgemein für gut empfunden.

Das 39. Gaukinder und Jugendturnfest am 8. Jul. 1990 übernahm wiederum die TSG Balingen. In das neu renovierte Au-Stadion kamen 1156 Kinder und Jugendliche. Die Geräteübungen wurden wieder in den Sporthallen durchgeführt. Der Festnachmittag konnte im Stadion ausgerichtet werden. Zur Einstimmung war am Vortage in der Innenstadt bereits der Tag der Gymnastik.

Vom 27. Mai - 3. Jun. 1990 war das viel besuchte Deutsche Turnfest in Dortmund - Bochum. Aus unserem Turngau kamen über 500 Teilnehmer. Dass das Deutsche Turnfest auch anderen Sportarten zusagt beweist eindeutig die Teilnahme nicht nur von Geräteturnern, Gymnastinnen und Leichtathleten, sondern vermehrt auch Schwimmer, Faustball- und Volleyball-spieler.        

Der 3. Stausee- mit  Gedächtnispokal findet wiederum in Dotternhausen statt. Inzwischen zu einer internationalen Veranstaltung gemausert.

Der  6. Gaufrauentreff am 10. Nov. 1990 in der Festhalle in Onstmettingen, zu dem über 500 Frauen aus 14 Vereinen kamen, bot ein non-stop-Programm von 2 Stunden.  

Gautag am 11. Januar 1991 im ev. Gemeindehaus in Albstadt-Ebingen. Abstimmung über die Neufassung der Satzung, die nach der Strukturreform des Schwäbischen Turnerbundes an die STB-Satzung angeglichen wurde. Zum Turngau zählen jetzt 12168 Mitglieder in 66 Vereinen. Die neue Satzung umfasst die Neugliederung der Fachgebiete in Freizeit-, Wettkampf- und Spitzensport. Bei den Wahlen wurde Erwin Stauß als Präsident bestätigt. Der ebenfalls einstimmig zum Vizepräsidenten Wettkampf-sport gewählte bisherige, langjährige Gaukinderturnwart Hugo Lacher zog seine Kandidatur sofort zurück, nachdem seine Frau Johanna Krensel-Lacher, sich bei der Wahl zur Turnwartin gegen Helga Mey, TSV Ebingen nicht durchsetzen konnte. Der Vizepräsident für Wettkampf-sport konnte dann nicht besetzt werden. Zum Vizepräsidenten Freizeitsport wurde der bisherige Gauoberturnwart Wilfried Hauser TSV Ebingen, zum Vizepräsidenten Spitzensport wurde Dieter Baier, der bisherige Gauleistungsturnwart gewählt. 

Am 2. Jun. 1991 Gauwanderung nach Burgfelden. Treffpunkt war der Sportplatz, es waren Wandervorschläge für 3, 7 und 11 km vorbereitet.

Am 21./22. Sept. 1991 das 40. Gaukinder- und Jugendturnfest in Bisingen. Der Termin wurde mit Rücksicht auf das Familienfest des Südwestfunks in Albstadt so spät und daher ungünstig gelegt. Es wurden daher vom Ebinger Vizepräsident Freizeitsport Wilfried Hauser gerade die Albstädter Vereine gerügt, weil diese in Bisingen nur spärlich zugegen waren. 

Der 4. Stauseepokal am 6. Okt. 1991 der TG Schömberg in Dotternhausen wurde wiederum mit bundesweiter und inter-nationaler Beteiligung ein Riesenerfolg.

Am 9. Nov. 1991 war der 7. Gaufrauentreff in Hechingen-Boll mit gekonnten Vorführungen in der überfüllten Turn- und Festhalle.

Gauturntag am 17. Jan. 1992 in Albstadt-Truchtelfingen. 67 Vereine mit 12800 Mitgliedern gehören zum Turngau.

Neu gewählt wurde zum Vizepräsidenten Wettkampfsport  Michael Fecker, TSG Balingen und zum Vizepräsidenten Finanzen Hendrik Rohm, TSV Meßstetten. Helmut Bleibler, ebenfalls TSV Meßstetten, wurde nach 13 Jahren Tätigkeit als Kassenwart ehrenvoll verabschiedet. Der seit 1963 als Gaukinderturnwart tätig gewesene Hugo Lacher und seine Frau Johanna wurden ebenso wie Helmut Bleibler vom Vizepräsidenten des Schwäbischen Turnerbundes, Dr. Carl Maier mit der goldenen Ehrennadel des STB ausgezeichnet.

Die Gauwanderung ging am 24. Mai 1992 nach Steinhofen. 250 Mitglieder aus 10 Vereinen beteiligten sich am Wanderkurs, der von 4 - 13 km selbst gewählt werden konnte.

Das 41. Gaukinderturnfest, wieder erst am 13. Sept. durchgeführt, versammelte 906 Kinder aus 26 Vereinen. Der neue verantwortliche Gaukinderturnwart Markus Ringle zeigte, dass er ein gutes Turnfest gestalten kann, und lobte auch die neue Führungsriege des TSV Burladingen für ihren spontanen lobens-werten Einsatz. Die Gerätewettkämpfe wurden in die Burladinger Hallen und nach Hausen verlegt.

Am 4. Okt. 1992 wurde der Stauseepokal in gewohnt ansprechender Weise mit dem Carlotto Schwabenthan Gedächtnis-pokal von der TG Schömberg in Dotternhausen durchgeführt. Der am 7. Nov. 1992 angesetzte Gaufrauentreff in Meßstetten wurde wegen ungenügender Anmeldungen abgesagt. Bereits zwei Wochen später, am 18. Nov., wurden aber in Meßstetten die Gaukunstturnmeisterschaften mit einer anschließenden Turngala mit guten Leistungen und einer großen Zuschauerkulisse durchgeführt.

Gauturntag am 15. Jan. 1993 in Balingen-Endingen. 27 Vereine sandten 135 stimmberechtigte Delegierte.  Der Turngau zählt 63 Vereine mit 12961 Mitgliedern.

Die Gauwanderung ging mal wieder nach Burgfelden am 16. Mai. Der Treffpunkt war der Sportplatz. Von dort waren Wanderstrecken von 3, 7 und 11 km Länge vorgesehen.

Große Anziehungskraft besaß wieder das Landesturnfest vom 23. - 27. Juni 1993, das in Ludwigsburg stattfand. Aus unserem Turngau waren 439 Teilnehmer aus 17 Vereinen gemeldet. 5 Wettkämpfer unseres Turngaues erzielten 1. Plätze.

Am 13. Juni 1993 wurde das 42. Gaukinderturnfest unseres Turngaues in Albstadt-Ebingen in geänderter Organisation ausgetragen. Verantwortlich für das ganze Fest war dieses mal der Turngauausschuss. Er übernahm auch die Beschaffung der erforderlichen Geräte und sorgte unter Mithilfe von Mitarbeitern, die von den teilnehmenden Vereinen gestellt werden mussten, für den Auf- und Abbau.  Diese Organisation wurde von den Vereinen angenommen und die Verantwortlichen sind der Meinung, dass auf diese Weise auch künftig Turnfeste ausgerichtet werden können, wenn kein Verein sich zur Übernahme bereit erklärt. Trotz der späten Jahreszeit waren ca. 1000 Kinder im Wettkampf.

Am 17. Nov. 1993 waren wieder die Gaukunstturnmeisterschaften, verbunden mit der 3. Turngala, in der neuen Sporthalle in Bisingen vom TSV Steinhofen durchgeführt. Eine besondere Attraktion war die Landung des Reckweltmeisters Eberhard Gienger mit dem Fallschirm direkt bei der Sporthalle.

Am 6. November war dann noch das 8. Gaufrauentreffen in Bitz, das wiederum eine volle Halle und gute Vorführungen brachte.     

Gauturntag am 14. Januar 1994 in der neuen Schlossparkhalle in Geislingen. 24 Vereine mit 130 Delegierten waren vertreten. Wichtige Ämter, wie der Vizepräsident Freizeitsport, die Gau-frauenwartin oder die Gaufrauenturnwartin konnten nicht besetzt werden. Die bisherige, langjährige Frauenwartin Ingrid Mehl, TV Hechingen und Frauen-turnwartin Doris Bitzer, TSV Lautlingen wurden in Ehren verabschiedet.

Das Deutsche Turnfest fand vom 15. - 22. Mai 1994 in Hamburg statt.

Am 19. Jun. 1994 wurden in der Schlossparkhalle in Geislingen die Gaukunstturnmeisterschaften und die Turngala durchgeführt. Diese Veranstaltung findet im Turngau zunehmend gefallen.

Am 2. Juli 1994 fand zum 110-jährigen Jubiläum des TV Hechingen das 69. Gauturn- und Schwimmfest im Weiherstadion und in den Hechinger Hallen statt. Es nahmen etwa 100 Turner/-innen und Leichtathleten teil. Die Schwimmwettkämpfe mit ca. 110 Teilnehmern waren gut besetzt.

Am folgenden Tag, dem 3. Jul. 1994, war das 43. Gaukinderturnfest. Es kamen über 1100 Kinder am heißesten Tag des Jahres. Der Festnachmittag im Stadion musste nicht wegen Regens, sondern wegen fast unerträglicher Hitze abgebrochen werden. Bis zur Siegerehrung harrten die Kinder und ihre Betreuer unter den Schattenspendenden Bäumen im Stadion aus.

Der Wandertag des Schwäbischen Turnerbundes wurde am 2. Okt. vom TSV Meßstetten ausgerichtet, der trotz schlechtem und kaltem Wetter gut besucht war.

Ebenfalls am 2. Okt. fand der Stauseepokal der TG Schömberg statt, der bereits zum 6. Mal ausgetragen wurde. 600 begeisterte Zuschauer begleiteten die Kunsturnerinnen und Kunstturner aus Cottbus oder Stuttgart oder auch die einheimischen uns gut Bekannten. Am 12. Nov. 1994 war der 9. Gaufrauentreff in Hechingen-Stetten. 450 Frauen kamen und ließen sich von 14  Vorführgruppen begeistern bzw. machten selber mit. Das Bildungswerk des STB bot eine Seminarreihe an, die in den Turngauen mit Hilfe von Kooperationspartnern  verwirklicht werden sollte. Die Kreissparkasse Zollernalb hat bei uns diesen Part in dankenswerter Weise übernommen. Die Themen: „Kommunale Sportpolitik am Wendepunkt“, „Das Ehrenamt in der Krise“ und „Erfolgreiches Vereinsmanagement“ wurde von kompetenten Referenten des STB aufgezeigt und in z. T. lebhaften Diskussionen behandelt.

Der Gauturntag war am 20. Jan. 1995 in Onstmettingen. Bei ihm wurde ein Generationswechsel im Turngau vollzogen. In Anwesenheit von 65 Vertretern aus 21 der 71  Gauvereine wurde der bisherige Präsident Erwin Stauß verab-schiedet und Frau Elvira Menzer-Haasis,TV Onstmettingen, einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Frau Menzer-Haasis hat bisher als Vertreterin der Vereinsvor-sitzenden im Turngau mitgearbeitet. Dieses Amt übernahm der Vorsitzende des TSV Bisingen Dieter Payean und neuer Gauskiwart wurde Helmut Fritz vom TSV Meßstetten. Am 21. Mai 1995, wurde anlässlich der Gaukunstturnmeisterschaften in Dotternhausen der bisherige Turngaupräsident Erwin Stauß mit der Theodor-Georgii-Plakette in Gold für seine langjährigen Verdienste um den Turngau geehrt.

Am 1. Juli 1995 war das 70. Gauturnfest in Balingen und am 2. Juli das 44. Gaukinderturnfest ebenfalls im Au-Stadion und in den Sporthallen in Balingen. Das Gaufrauentreffen fand wie schon gewohnt in überfüllter Halle in Albstadt–Laufen statt. Gauturntag am 19. Jan 1996 in Balingen. 70 Stimmberechtigte aus 28 Vereinen von 74 mit 16446 Mitgliedern. Im Turngauausschuss gab es keine Änderungen.

Das Schwäbische Landesturnfest war vom 6.–9. Juni 1996 wieder einmal in Ulm. Da das Gauturnfest und das Gaukinderturnfest von keinem Verein durchgeführt wurden, war wieder einmal der Turngau selber aufgerufen, diese Veranstaltungen am 29. und 30. Juni 1996 zu organisieren. Die Große Kreisstadt Albstadt stellte hierfür das Sportzentrum auf Langenwand und einige Sporthallen in diesem Bereich zur Verfügung. Durch den Großeinsatz der Turngaumitarbeiter und auch vieler Helfer aus den teilnehmenden Vereinen wurde es möglich, das 71. Gauturnfest und das 45. Gaukinderturnfest, bei leider sehr kaltem Wetter, zur großen Freude der Sporttreibenden Jugend, durchzuführen. Diese nun schon zum 2. Mal durchgeführte Organisation eines Gauturn- und Gaukinderturnfestes wird mit zunehmender Erfahrung immer besser und macht es möglich, die notwendigen Sportveran-staltungen auch durchzuführen, wenn kein Verein sich zur Übernahme bereiterklärt. Diese Art der Durchführung von Gauturnfesten ist bisher einmalig im Bereich des STB.

Das 11. Gaufrauentreffen fand am 9. Nov. 1996 in Bisingen in der Hohen-zollernhalle statt, das vom TSV Steinhofen mit großem Erfolg ausgerichtet wurde. Dies ist das erste Gaufrauentreffen unter der Leitung der neuen Frauenreferentin Brigitte Leibfritz vom TV Bitz. Die Veranstaltung wurde von der Präsidentin Elvira Menzer-Haasis mit Erfolg genutzt, die Turnerfrauen auf das Fehlen von Kandidatinnen für weibliche Gauämter hinzuweisen.

Der letzte Eintrag von Erwin Stauß in diese Turngau – Chronologie ist der Gauturntag, der am 17. Januar 1997, in der Festhalle in Albstadt–Ebingen stattfand. Dieser Gauturntag stand im Zeichen des Sparhaushaltes des Bundes – und somit auch der Mittelkürzung der Landesregierung, die natürlich auch auf die Mittelzuweisung des Landkreises Auswirkungen hat.

Die Turngaupräsidentin Frau Elvira Menzer-Haasis, sowie der Vertreter des STB Prof. Dr. Michael Krüger, wiesen in ihren Ansprachen sehr bestimmt auf den Nachteil dieser Mittelkürzungen hin. Der Sprecher der anwesenden Bundes- und Landtagsabgeordneten Heinrich Haasis legte jedoch genau so bestimmt die Gründe des Landtages dar, die zu diesen Entschlüssen geführt haben.

Die seit 1992 ehrenamtlich, durch Ulla Rohm, TSV Meßstetten, geführte TG-Geschäftsstelle wurde Anfang 1997 an das Dienstleistungsunternehmen „dilari“ in Albstadt-Ebingen übergeben.

Das Gauturn- und Gaukinderturnfest wurde am 21. + 22. Juni 1997 in Albstadt-Ebingen wiederum durch den Gauhauptausschuss durchgeführt.

Im Sept. fand in Dotternhausen das 10. internationale Stauseepokalturnen der TG Schömberg statt.

Das 12. Gaufrauentreffen richtete der SV Rangendingen in der Festhalle in Rangendingen durch.

1998 begann unser Turnjahr mit dem Gauturntag am 16. Jan. in Hechingen, Stadthalle Museum. Ausrichter der TV Hechingen. Das Gauturn- und Gaukinderturnfest wurde am 20. + 21. Juni 1998 in Burladingen durch den TSV Burladingen durchgeführt. Den Gaufrauentag übernahm der TSV Stein am 07. Nov. 1998 in der neuen Festhalle in Hechingen-Stein.

1999 begann unser Turnjahr mit dem Gauturntag am 15. Jan. in Dormettingen. Ausrichter der TSV Dormettingen. Unsere TG-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis, zwischen-zeitlich auch STB Vize-präsidentin, kandidierte nicht mehr. Neuer TG Präsident wird Hartmut Steinacher, Bürgermeister in Dotternhausen. Auch der Vizepräsident Jochen Lottermoser beendet sein Amt. Dessen Nachfolger wird Willi Lutz von Schulamt Balingen. Es liegt ein Antrag zur Umstellung der TG Gebühren auf den EURO mit Wirkung vom 1.1.2000 vor, der einstimmig angenommen wurde. Damit ist der Turngau der erste Verband, im Kreis und im STB, der die Notwendigen Beschlüsse zur EURO Einführung durchführte.

Das Gauturn- und Gaukinderturnfest wurde am 19. + 20. Juni 1999 in Albstadt-Ebingen wiederum durch den Gauhauptausschuss durchgeführt. Ab August 1999 ist die TG-Geschäftsstelle wieder in den Händen von Ulla Rohm und in Räumen in Meßstetten untergebracht.

Den Gaufrauentag übernahm der TV Schwenningen am 13. Nov. 1999 in der neuen Festhalle in Schwenningen im Rahmen seines 90-jährigen Jubiläums.

Das neue Jahrtausend beginnt für uns mit dem Gauturntag am 14. Jan 2000 in der Hochalbhalle in Bitz, Gastgeber ist der TV Bitz. Zum Gauturn- und Gaukinderturnfest hat sich in diesem Jahr am 17. + 18. Jun. die TSG Balingen als Ausrichter gefunden. Ab August 2000 befindet sich die Geschäftsstelle in neuen Räumen in Albstadt-Ebingen, wo Ulla Rohm als Selbstständiges Dienstleistungsunternehmen dem Turngau, dem TSV Ebingen und dem Sportkreis Zollernalb Ihre Dienstleistung anbietet.

Den Gaufrauentag übernahm der TSV Meßstetten am 11. Nov. 2000 in der Festhalle in Meßstetten.

2001 beginnt für uns mit dem Gauturntag am 26. Jan in der Festhalle in Hechingen-Boll, Gastgeber ist der TSV Boll.

Zum Gauturn- und Gaukinderturnfest hat sich in diesem Jahr am 23. + 24. Jun. der TSV Ebingen als Ausrichter gefunden.

Den Gaufrauentag übernahm der TSV Geislingen am 24. Nov. 2001 in der Schlossparkhalle in Geislingen.

2002 beginnt für uns mit dem Gauturntag am 25. Jan in Schwenningen, Gastgeber ist der TV Schwenningen. Bei diesem Gauturntag beendet der bisherige Vizepräsident Berthold Waizenegger, Schömberg, sein Amt. Ein Nachfolger wird nicht gefunden.

Das Gauturn- und Gaukinderturnfest wurde am 22. + 23. Juni 2002 in Albstadt-Ebingen wiederum durch den Gauhauptausschuss durchgeführt.

Den Gaufrauentag übernahm der TSV Laufen am 09. Nov. in der Turn- u. Festhalle in Albstadt-Laufen.

2003 wurde der Gauturntag am 24. Jan in Burladingen beim TSV Burladingen durchgeführt. Hartmut Steinacher und Willi Lutz tauschen ihre Ämter, somit ist Willi Lutz neuer Präsident und Hartmut Steinacher Vizepräsident.

Zum Gauturn- und Gaukinderturnfest hat sich in diesem Jahr am 21. + 22. Jun. der TSV Burladingen als Ausrichter gefunden.

Die Turngau-Gala fand am 18. Oktober in Bitz statt.

Der Gaufrauentag wird durch den TSV Steinhofen in Bisingen am 8. November ausgerichtet.

Den Gauturntag 2003 am 23. Januar 2004 richtete der TSV Ebingen in der Festhalle Albstadt-Ebingen aus.

Als neuer Finanzreferent wurde Georg Windisch gewählt. Hendrik Rohm wechselte in das Amt Ref. Gesellschaft/Soziales als Nachfolger für Berthold Waizenegger, der nach 15 Jahren als Vizepräsident ausschied.

Da sich kein Veranstalter für das Gauturn-/Gaukinderturnfest gefunden hat, ist wieder die TG-Führung verantwortlich und richtet dieses Fest in Albstadt-Tailfingen auf dem Sportplatz Lichtenbol aus.

Die Turngau-Gala wurde am 16. Okt. 2004 in Bisingen mit großem Erfolg durchgeführt.

Den Gaufrauentag richtete am  13. Nov 2004 der TV Bitz aus.

Das Jahr 2005 begann am 21. Januar mit dem Gauturntag in der Sporthalle in Albstadt-Truchtelfingen. Ausrichter war der TV Truchtelfingen.

Für das anstehende Gauturn-/Gaukinderturnfest hat sich in diesem Jahr die TSG Balingen zur Durchführung bereit erklärt. Der Termin dazu wird auf den 25. + 26. Juni festgelegt.

Der TSV Geislingen ist Gastgeber für die Turngau-Gala am 15. Okt 2005.

Den Gaufrauentag richtet  am 19. Nov der TSV Stetten/Hechingen aus.

Der TSV Meßstetten war Gastgeber des Gauturntages am 27. Jan 2006 in der Festhalle in Meßstetten. Da der Finanzreferent Georg Windisch aus beruflichen Gründen sein Amt nicht fortsetzen kann und kein Kandidat gefunden wurde, wird die GS unterstützt durch Hendrik Rohm mit der Kommissarischen Führung beauftragt. Der Vizepräsident Hartmut Steinacher kandierte ebenfalls nicht mehr, ein Nachfolger wurde nicht gefunden.

Der TSV Geislingen war Ausrichter des Gauturn-/Gaukinderturnfestes am 17.  + 18. Juni.

Am 14. Okt richtete der TSV Ebingen die Turngau-Gala in der Zollern-Alb-Halle in Albstadt-Truchtelfingen und am 11. Nov den Gaufrauentag in der Festhalle Albstadt-Ebingen aus.

Der Gauturntag am 26. Jan 2007 in der Festhalle in Bitz war gekennzeichnet von weitern unbesetzten Ämtern im Turngau.

Vizepräsident + Finanzreferent und Fachreferent Wettkampfsport bleiben im Präsidium unbesetzt. Aus diesem Grund wurde am 18. Mai vor dem Gauturnfest ein außerordentlicher Gauturntag angesetzt, der zumindest in  den Positionen Vizepräsident mit Sandra Sehburger, TG Schömberg, Fachreferent Soziales Heinz Roth, TSV Meßstetten und Heiko Baier, TG Schömberg als Fachreferent Wettkampfsport einige neue Mitarbeiter fand.

Das Gauturn-/Gaukinderturnfest am 19. + 20. Mai in Meßstetten war ein sehr großer Erfolg. Dank gebührt hier auch der Bundeswehr die die Sportanlagen in der Zollernalb-Kaserne dem TSV Meßstetten hierfür zur Verfügung stellte. .

Die Turngau-Gala fand am 20. Okt in der Heuberghalle in Meßstetten statt. Ausrichter ebenfalls der TSV Meßstetten.

In der schönen Festhalle in Bisingen richtete der TSV Steinhofen am 17. Nov den Gaufrauentag aus.

Beim Gauturntag am 25. Jan 2008 in der Festhalle in Bitz gab der bisherige Fachreferent Spitzensport Dieter Baier nach 21 Jahren als Spitzensportbeauftragter im Turngau dieses Amt in jüngere Hände. Mit Manuel Thomas vom SV Dotterhausen wurde hier ein ehemaliger Kunstturner zur Mitarbeit im Turngau gefunden.

Am 14. + 15. Juni war in Balingen wiederum die TSG Balingen Gastgeber für das Gauturn-/Gaukinderturnfest.

Der TSV Bickelsberg war am 18. Okt in der Sporthalle Hag in Rosenfeld der Gastgeber der Turngau-Gala.

Der TSV Geislingen war in der Schlossparkhalle der Ausrichter des Gaufrauentages am 15. Nov.     

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres 125 Jahre TV Hechingen wurde am 30. Jan in der Stadthalle Museum der Gauturntag durchgeführt. Da Willi Lutz nicht mehr als Präsident kandidierte, war auf einmal der Fortbestand des Turngaues stark gefährdet, da nur noch die Vizepräsidentin Sandra Klumpp im Amt war. Diese Situation sollte sich bis  zum November 2009 so bleiben und das  ganze Jahr die Arbeit im Turngau dominieren.

Da auch die TG Schömberg 125 Jahre bestehen feiert, wurde das Gauturn-/ Gaukinderturnfest am 13. + 14. Juni in Schömberg durchgeführt.

Die Turngau-Gala wurde erstmals in Schwennigen/Heuberg vom TV Schwenningen übernommen. Am 24. Okt war die dortige Heuberghalle übervoll. Hier in Schwenningen konnte für die unbesetzte Position des TG-Präsidenten ein erfolgreiches Vorgespräch geführt werden.

Sandra Klumpp gelang es zusammen mit Hendrik Rohm die ehemalige Vorsitzende des TV Schwenningen, Brigitte Kallenbach als Kandidatin zu gewinnen. Zudem sagte auch Hendrik Rohm zu, das derzeit von Ihm kommissarisch geführte Amt als Finanzreferent wieder zu übernehmen. Somit konnte der Turngau beim Gaufrauentag am 14. Nov in Schwenningen mit einem kompletten Präsidium auftreten.