Gauturntag

Neue Satzung des Turngaus wurde beim Gauturntag angenommen.

Beim Gauturntag des Turngau Zollern-Schalksburg, zu dem die Vereine am 27. Januar in die Turn- und Festhalle nach  Margrethausen eingeladen waren, ist die neue Satzung einstimmig verabschiedet worden. Diese Änderung brachte eine “Verschlankung” des Turngaupräsidiums mit sich. Nur noch sieben Personen bilden das Präsidium zu dessen Präsidenten Brigitte Kallenbach erneut gewählt worden ist.  So gibt es jetzt keine Vizepräsidenten mehr, sondern sie werden Präsidiumsmitglieder genannt. Der Gauturntag findet nicht mehr jährlich sondern jetzt alle zwei Jahre statt. Dafür werden jährlich zwei Vorständetagungen veranstaltet. Neu in das Präsidium ist Walter Conzelmann vom Turnerbund Tailfingen, der das Amt Präsidiumsmitglied Bildung übernommen hat und gleichzeitig Stellvertreter der Präsidentin ist, gewählt worden. Außer den Tätigkeitsberichten der Präsidentin, des Finanzreferenten und der verschiedenen Fachwarte vom Turnen und von der Gymnastik, zählten Ehrungen von langjährigen Funktionären, sowie die Ernennungen von Ehrenmitgliedern zu den Höhepunkten dieser harmonisch verlaufenen Versammlung.

Große Aufmerksamkeit zog das von Sven Lange, dem Gast vom Schwäbischen Turnerbund, gegebene Impulsreferat über das Thema “Veränderungen der Vereinsarbeit durch die schulische Ganztagesbetreuung” auf sich. Die Befürworter für die Ganztagesbetreuung seien der Meinung dass es für alle Kinder die gleichen Chancen gäbe, wogegen die Gegner befürchten dass wenn die Kinder länger in der Schule sind, sie dann keine Zeit und keine Lust mehr hätten um zum Vereinssport zu gehen. Bis 2014/15 sollen die Ganztagesschulen auf 40% erhöht werden. Diese hätten täglich mindestens sieben Zeitstunden plus des Mittagessens. Es gibt drei Arten der Schulformen: die offene Ganztagesschule die teilgebundene Ganztagesschule und die gebundene Ganztagesschule. Bei letzterer sind alle verpflichtet daran teilzunehmen. In diesem Zusammenhang werfen sich die Fragen auf, welche Auswirkungen dies auf die Sportvereine haben wird und wie die Sportvereine vorgehen um an die Kinder und Jugendlichen heran zu kommen. Denn der Schulsport könne den Vereinssport nicht ersetzen. Deshalb rief Sven Lange die Vereine auf, die Kooperationen Schule/Verein in Anspruch zu nehmen und sich in Fachkonferenzen zu integrieren. Die Vereine müssen auf die Schulen zu gehen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Beim WLSB (Württembergischen Landessportbund) sei etwas in der Entwicklung wofür die Vereine die Augen und Ohren offen halten sollten.

Den schwungvollen Auftakt gestalteten die Mädchen von der Tanz- und Rope-Skipping-Gruppe von der TSG Margrethausen, die unter der Leitung von Michaela Rau spektakuläre Formen und Ausführungen dieser Sportart geboten hatten. Letztmals vor ihrem Ausscheiden begrüßte die stellvertretende Vizepräsidentin Sandra Klumpp die Vertreter aus 30 Vereinen, sowie die Ehrengäste aus Sport und Politik.

Die Turngaupräsidentin Brigitte Kallenbach hielt einen Rückblick auf ein spannendes, erfolgreiches und mit zahlreichen, festlichen und sportlichen Höhepunkten gespicktes Jubiläumsjahr in dem das 125. Jubiläum gefeiert worden ist. Von den Gaumeisterschaften im Geräteturnen und der Gymnastinnen, über die Bannerübergabe, die Sportlerehrungen, das Gauturnfest und das Gau-Kinderturnfest, die Turngau-Gala, das Gaufrauentreffen, den Seniorentreffen bis hin zu dem sehr gut gelungenen Jubiläumsfestakt war sie voll und ganz zufrieden. Recht enttäuschend dagegen verlief die Ausstellung 200 Jahre Deutsches Turnen im Hechinger Hohenzollerischen Landesmuseum, das ebenso wie der Landeswandertag in Meßstetten auf geringe Resonanz gestoßen ist.

Grußworte übermittelten Bürgermeister Anton Reger von der Stadt Albstadt, in der der Sport und Spitzensport einen sehr hohen Stellenwert genieße, für den hohe Mittel der Sportförderung zur Verfügung gestellt würden. In den Vereinen würden großartige Leistungen erbracht und er freute sich darüber, dass der Gauturntag nach 2011 in Ebingen nun 2012 wieder in einem Albstädter Stadtteil  zu Gast ist.

Der erste Landesbeamte Matthias Frankenberg vom Landratsamt Zollern-Alb-Kreis sah den Turngau als eine starke Gemeinschaft mit einer hohen Strahlkraft in die Vereine. Im Turngau werde ein breites und vielfältiges Sportangebot unterbreitet. Ganz besonders freut er sich darüber, dass man sich der Situation der Ganztagesschulen annehme und sich Gedanken für Lösungen mache.  Der Sport verbinde Menschen, die sich mit Sieg und Niederlagen zusammen finden. Die sportlichen Erfolge stünden auf einem erstklassigen Niveau das man auch im Landratsamt anerkennt und die Sportförderung von 26.000 Euro auf 28.000 Euro erhöht habe.

Etwas in die Statistik ging der Vertreter des Sportkreises Rolf Niggel ein. Seit der Gründung der Deutschen Turnerbewegung vor 200 Jahren durch Friedrich Ludwig Jahr sei der Deutsche Turnerbund mit 5,1 Millionen Mitgliedern  einer der Mitgliederreichste Sportverbände. In Baden-Württemberg steht der STB mit 675000 Mitgliedern noch vor dem Fußball an der Spitze und der Turngau Zollern-Schalksburg ist die größte Vereinigung im Zollern-Alb-Kreis. Rolf Niggel dankte allen ehrenamtlich engagierten Mitgliedern für ihren Einsatz und wünschte weiterhin gutes Gelingen und sportliche Erfolge.

Vom Leichtathletik-Kreisverband übermittelte Franz Stier die Grüße und bedauerte dass die geplanten Leichtathletik-Hallenwettbewerbe auf wenig Resonanz gestoßen ist und diese nicht veranstaltet werden konnte. Im Jahre 2013 soll ein neuer Anlauf gemacht werden. Bei diesen Wettkämpfen sind noch nicht so weit verbreitete Disziplinen, wie der Stab-Weitsprung und ähnliches, enthalten. Diese werden am 4. März in Ostdorf vorgestellt.

Als Gastgeber begrüßte der Vorsitzende Eberhard Götz von der TSG Margrethausen die Gäste und stellte den Verein mit seinen Abteilungen vor. Es gäbe derzeit 100 Aktive und man müsse zusehen, dass für den Unterbau und die Zukunft der TSG Margrethausen die Jugendlichen gewonnen werden.

Finanzreferent Hendrik Rohm legte die finanzielle Lage dar. Aus dem Bericht ging hervor, dass trotz der vielen Aktivitäten und Sonderausgaben für das Jubiläumsjahr, gut gewirtschaftet worden ist und man Dank der erhaltenen Spenden nur ein Minus von 2000 Euro zu verzeichnen habe.

Die Kassenprüfer Wolfgang Müller (Dotternhausen) und Dieter Blessing (Hechingen) haben in der Kassen- und Belegverwaltung keine Mängel festgestellt und schlugen für den Finanzreferenten Hendrik Rohm die Entlastung vor.

Die Aufgabe für das gesamte Präsidium und die Hauptausschussmitglieder die Entlastung zu beantragen lag in der Eigenschaft von Eberhard Götz, der von der Versammlung ein einstimmiges Votum signalisiert bekam.

Vor der Verabschiedung der Satzungsänderung wurden Turngaumitglieder die sich im Turngau engagiert haben  mit verschiedenen Ehrungen bedacht und vier langjährige Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es folgten die Neuwahlen bei denen die nach der Satzungsänderung frei gewordenen Posten neu zu besetzen waren.

In ihrem Schlusswort bedankte sich Brigitte Kallenbach für das entgegengebrachte Vertrauen und die Wiederwahl zur Turngau-Präsidentin. Sie stellte fest, dass die Vereine gut aufgestellt seien und sich den gesellschaftlichen Anforderungen stellen. Wichtig sei es im Kinderturnen gute Grundlagen zu geben, denn die Kinder seien die Zukunft der Vereine. Dazu ist die Teilnahme an Wettkämpfen ein wichtiger Punkt. Man müsse auch miteinander reden und konstruktive Kritik üben. Mit dem Dank an alle die sich im sportlichen Bereich engagieren, sowie der Einladung zu einem kurzen Umtrunk beendete die Präsidentin den harmonisch verlaufenen Gauturntag.